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Nomen est Omen

Lichtstele am Bahnhofsvorplatz in Lüdenscheid
Foto: HG Esch, D–Hennef

Eine Lichtstele, die bei Tag und bei Nacht ihren Namen verdient, schmückt den neu gestalteten Bahnhofsvorplatz in Lüdenscheid. Sie entstand in Zusammenarbeit zwischen den entwerfenden Architekten, LHVH Architekten, Köln, und dem ausführenden Hersteller RSL Lichttechnik GmbH & Co. KG. Auf kleinem, dreieckigem Grundriss schwingt sich die weiße, 7,50 m hohe Lichtstele auf vier verschiedenen Niveaus mit jeweils sechs dreieckigen teils opaken, teils transluzenten Flächen empor, um die Besucher der »Stadt des Lichts« mit ebendiesem Synonym willkommen zu heißen. Dabei verschieben sich die Dreiecke von Ebene zu Ebene um jeweils 180° in der Längsachse.

Bei Tag lebt das streng geometrisch angelegte, matt-weiße Objekt einzig von der tageslichtabhängigen Dynamik aus Licht und Schatten. Bei Dunkelheit verwandelt sich die dann mit Leuchtstoffröhren hinterleuchtete »Lichtfaltung« in ein fragil wirkendes Gebilde, das mit dem Gewicht von fast 1 t über dem Boden zu schweben scheint. Von Anfang an war die Zusammenarbeit zwischen den Architekten und den Sonderleuchten-Experten darauf ausgelegt, den Entwurf bis ins kleinste Detail zu einem ästhetischen Konstrukt zu bringen. Zur Stabilisierung der Konstruktion, aber auch zur Eliminierung der Fugen-Toleranzen an der Außenhaut, wurde im Hohlraum der Lichtfaltung ein 244 mm starkes, feuerverzinktes, zylindrisches Stahlrohr mit dreiachsigen Punkthaltern installiert, die sowohl vertikal wie horizontal verstellbar sind. Die Bleche wurden mehrfach geschliffen und lackiert, und die Buchstaben, die bei Dunkelheit lesbar leuchten sollten, ausgelasert. Die Beschriftung der Glaselemente aus mit matter Folie hinterlegtem Verbundsicherheitsglas erfolgt über einen schwarzen Aufdruck, in den Revisionsöffnungen integriert wurden.

www.rsl.de

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Dieser Artikel ist aus dem Heft:

DETAIL 4/2013

Sanierung, Umnutzung, Ergänzung

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