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Wie wird das Leben in München im Jahr 2040?

Wer in München lebt, weiß, dass die Stadt immer wieder an das Limit ihrer Kapazitäten stößt – sei es der angespannte Wohnungsmarkt, die überfüllten öffentlichen Verkehrsmittel, der stockende Straßenverkehr oder auch überlastete soziale Einrichtungen. Die florierende Wirtschaft und ein starker Arbeitsmarkt sorgen dafür, dass der Zuzug von Neu-Münchnern nicht abebbt. Trotz manch negativer Nebenwirkung ist das Leben in München weiterhin sehr lebenswert – wie gute Platzierungen in Städte-Rankings immer wieder beweisen.

Dass der aktuelle Boom der Stadt München jedoch nicht nur von Vorteil ist, dessen ist sich auch das Referat für Stadtplanung und Bauordnung der Stadt München bewusst und hat deshalb gemeinsam mit dem Fraunhofer IAO eine Studie mit möglichen Szenarien entwickelt, die Aussagen darüber treffen, wie das städtische Leben im Jahr 2040 aussehen könnte. Allen Beteiligten ist klar: Keines der im einjährigen Entwicklungsprozess skizzierten Szenarien wird genau so wie beschrieben eintreffen. Sinn der Studie ist es, auf Basis realer Trends, Aussagen über mögliche Entwicklungen zu treffen und diese frühzeitig bewusst zu beeinflussen und gegebenenfalls auch gegensteuern zu können. Diese Steuerungsprozesse nimmt die Stadt München sehr ernst. Das Referat für Stadtplanung und Bauordnung entwickelt bereits seit den 1990er-Jahren Strategien im Rahmen des Stadtentwicklungskonzept »Perspektive München«. Die aktuellen Szenarien sollen nun als Basis für eine zukünftige strategische Ausrichtung dienen. »In sogenannten Reallaboren und Experimentierräumen können vor Ort in konkreten räumlichen Zusammenhängen Erfahrungen gesammelt und eine zukunftsfähige Politik vorangetrieben werden. Dabei kann an bereits existierenden Projekte, wie beispielsweise „Smarter Together“ oder „City2Share“, angeknüpft werden«, wird beschrieben.

Drei Szenarien zur Zukunft von München
In drei unterschiedlichen Szenarien mit jeweils anderem Fokus wird das Leben in München im Jahr 2040 beschrieben. Alle drei Szenarien erscheinen durchaus möglich. Das Szenario 1 »München – sauber reguliert« beschreibt eine Stadt, die sich konsequent an ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit orientiert und dabei eine aktive Rolle bei der Gestaltung sozialer und gesundheitsförderlicher Lebenswelten einnimmt. Das Szenario 2 »München – hart kalkuliert« beschreibt eine Stadt, in der die sozialen Unterschiede und Armut als Folge einer von Digitalisierung und immer stärkeren Durchsetzung freier Marktkräfte geprägten Wirtschaft stark zunehmen. Das Szenario 3 »München – charmant unsortiert« beschreibt München im Jahr 2040 als eine von Widersprüchen geprägte Stadt. Hier existieren gut integrierte Nachbarschaften neben problematischen Quartieren. Außerdem gibt es vielfältige, bunt gemischte, teilweise stark durch Einwandernde geprägte Quartiere. Diese bieten Raum für individuelle Gestaltungsfreiheit und Kreativität, wodurch ein ganz spezieller neuer Münchner »Charme« entsteht.

Studie »Zukunftsschau München 2040+«
Die Szenarien wurden vom Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) in Stuttgart im Auftrag der Landeshauptstadt München erstellt. Für die Entwicklung wurden zahlreiche Experten und Stakeholder einbezogen. Insgesamt haben die Fraunhofer-Forscher ein Jahr lang Trendentwicklungen gesichtet und mögliche Auswirkungen für die Stadtentwicklung analysiert und bewertet. Die veröffentlichte Studie »Zukunftsschau München 2040+« enthält neben Hintergrundwissen über München auch Handlungsempfehlungen für die künftige Stadtentwicklung.

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