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BIG, Urban Rigger, Kopenhagen, Dänemark, Container, Studentenunterkunft, Laurent de Carniere

Wohnen auf dem Wasser: Studentenunterkunft von BIG

Auf der Suche nach neuen Möglichkeiten, erschwinglichen und attraktiven Wohnraum für die steigende Zahl an Studierenden zu schaffen, beschloss BIG, den Kopenhagener Hafen neu zu entwickeln. Die dänischen Architekten entschieden sich für einen schwimmenden Bautyp, den jede Hafenstadt nutzen kann, um zentral gelegene Bauflächen zu generieren und die Stadt auf das Wasser hinaus auszudehnen.

Die Unterkunft besteht aus insgesamt neun Containern – den gleichen Containern, die täglich den Hafen verlassen und Waren in den Rest der Welt transportieren. Für den Bau des »Urban Rigger« bedienten sich die Architekten der Vorteile des standardisierten Containersystems, das eine günstige, robuste Struktur mit flexibler Raumnutzung bietet. Die neun Container bieten Platz für zwölf Studios sowie für Gemeinschaftsräume wie den Innenhof und die Dachterrasse. Aus dieser Anordnung entsteht auf jedem Ponton ein Mini-Quartier. Die schwimmenden Pontons können im Hafen zu sechseckigen Gruppen gebündelt werden, um optische und räumliche Verbindungen zu den anderen Gemeinschaften herzustellen.

Diese Eigenschaften ergeben sich aus der besonderen Stapelung der Container. Die erste Ebene besteht aus drei Containern, die in Form eines Dreiecks angeordnet sind und einen gemeinsamen Innenhof bilden. Die Ecken des Dreiecks werden dann voneinander getrennt, um optische Verbindungen zum Außenraum und zugleich einen sechseckigen Innenhof zu schaffen. Weitere sechs Container bilden das zweite Geschoss und verbinden die Sockelstruktur, da jeweils zwei aneinanderstoßende Container die Lücke unter sich schließen. Zusammengehalten wird die Struktur von einer Treppe und von Gängen zu den oberen Wohnräumen. Der Innenhof ist zudem durch Glas vor Wind und Witterung geschützt und bietet somit einen angenehmen Eingangsbereich, in dem man mit seinen Nachbarn interagieren kann.

Die drei Dachflächen haben drei verschiedene Funktionen. Um eine nachhaltigere Unterkunft zu schaffen, ist ein Dach mit Sonnenkollektoren ausgestattet; das zweite Dach ist begrünt, während das dritte seinen Bewohnern einen Panoramablick über das Wasser bietet. Auch von den Studios aus genießt man einen freien Blick. Deckenhohe Fenster lassen viel Tageslicht einfallen und schaffen eine Nähe zum Wasser. Die Innenräume sind in Weiß gehalten und nur sparsam möbliert, Wände und Böden bestehen aus Holz. So entsteht in den auf den ersten Blick unwohnlich wirkenden Räumen eine warme Atmosphäre.

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Weitere Informationen:

Fotograf: BIG/Bjarke Ingels Group, Laurent de Carniere

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