
Foto: BauInfoConsult
Auftragslage und Umsatzerwartung haben sich laut der Studie „europäisches Architektenbarometer“ erholt und das Vorjahresniveau erreicht. Im europaweiten Vergleich blieb der Auftragsbestand bei Architekten im vierten Quartal 2009 zwar überwiegend hinter dem Niveau des Vorjahres zurück – das gilt jedoch nicht für Deutschland: Hier war der Auftragsvorrat im vierten Quartal 2009 so groß wie im vierten Quartal 2008.
Auch in Frankreich, den Niederlanden und Italien berichten die Architekten von einer weitaus besseren Entwicklung ihres Auftragsvolumens im Vergleich zum Vorjahr. Am zuversichtlichsten sind die britischen Architekten in Bezug auf ihren Umsatz in den nächsten zwölf Monaten. In Italien gehen die Architekten zumindest davon aus, dass das derzeitige Umsatzniveau gehalten werden kann. Am meisten im Schatten der Krise steht weiterhin Spanien, das Land in dem am meisten Architekten von sinkenden Auftragszahlen berichten.
Der Studie zufolge ist die Gesamtentwicklung am europäischen Bau damit positiver als noch vor einem Jahr. Das lässt sich an der Auftragslage der Architekten deutlich ablesen: Die meisten Gebäude, die heute entworfen werden, sind erst in zwei Jahren bezugsfertig. Daher sind die Aktivitäten der Planer ein idealer Indikator für zukünftige Trends und Entwicklungen am Bau. Und die Mehrheit der befragten Architekten berichtet von einer besseren Auftragsentwicklung als noch im vierten Quartal 2009.
Das europäische Architektenbarometer ist ein Marktforschungsprojekt von Arch-Vision, einem Schwesterunternehmen von BauInfoConsult. Seit 2009 misst es Entwicklungszyklen bei den größeren Architekturbüros mit mehr als zwei Vollzeitmitarbeitern. So liefert das Barometer einen Indikator für die gegenwärtige Stimmung in Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien und den Niederlanden, indem gezeigt wird, wie viel und auf welche Weise gebaut wird. Die erste Messungswelle fand im März 2009 statt, gefolgt von der zweiten im Juli, der dritten im Oktober 2009 und nun der vierten im Januar 2010.
Florian Maier








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