Realisierungswettbewerb Generation Silber– neue Wohnkonzepte für die Generation 65+


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ALHO

Entscheidung

Die Preisträger des ALHO Realisierungswettbewerbs „Generation Silber“ stehen fest. Sie wurden im Rahmen der Jurysitzung am 08. Januar 2009 ermittelt und auf der BAU 2009 bekannt gegeben.

Im Herbst 2008 hatte der Stahlsystembauhersteller ALHO zur Teilnahme am Realisierungswettbewerb »Generation Silber – Neue Wohnkonzepte für die Generation 65+« aufgerufen. Auf Basis des modularen Bausystems sollten neue Wohnmodelle für Senioren entwickelt werden. Gesucht wurden innovative Wohnkonzepte, die unterschiedliche Formen des Zusammenlebens für den dritten Lebensabschnitt zulassen und sich den wandelnden Bedürfnissen der Bewohner anpassen.

Die Preisträgerarbeiten sind während der gesamten Messe am Stand der ALHO Systembau GmbH (Halle A2, Stand 528) ausgestellt. Im Anschluss können sämtliche Wettbewerbsbeiträge vom 23. bis 29. Januar 2009 bei der ALHO Systembau GmbH in Friesenhagen besichtigt werden. Die feierliche Preisverleihung findet am 30. Januar ebenfalls bei ALHO statt.

Die Preisträger des Wettbewerbs sind:


1. Preis (16.500 €) Beinhoff HEP und Leuschner & Gänsicke, Hötzum
2. Preis (11.000 €) HOT architektur / Erwin Tschabuschnig, Wien
3. Preis (6.250 €) Graft, Berlin
  Fischer Leuschner Architekten, München

Darüber hinaus wurden 3 Arbeiten mit Ankäufen gewürdigt:

Ankäufe(je 3.333 €) Friedrich W. Figge, Wuppertal
  Christopher Unger, Frankfurt am Main
  k.u.g. architekten kodisch.ullrich.gasmann, München


Aus den rund 70 Arbeiten haben die Jurymitglieder Jórunn Ragnarsdóttir (Lederer + Ragnarsdóttir + Oei, Stuttgart), Prof. Gerald Staib (Staib Architekten, Stuttgart, TU Dresden), Frank Holschbach (LHVH ARCHITEKTEN, Köln) und Christian Schittich (Chefredakteur DETAIL) unter dem Vorsitz von Eckhard Feddersen (feddersen architekten, Berlin) das Siegerprojekt und drei weitere Preisträger ausgewählt. Die große Anzahl der qualitativ hochwertigen Arbeiten machte es der Jury nicht einfach, die Gewinner zu ermitteln. Deshalb wurden zwei gleichwertige 3. Preise vergeben und drei weitere Arbeiten als Ankauf prämiert. Insgesamt ist der Wettbewerb mit 50.000 Euro dotiert.

Zu den Hauptkriterien der Jury zählten Anpassbarkeit und Flexibilität der Wohnkonzepte, innere Funktionalität, Realisierbarkeit, eine nutzergerechte Gestaltung, Wirtschaftlichkeit, technische Funktionalität und Nachhaltigkeit. Die Jurymitglieder legten außerdem großen Wert auf die Qualität der Grundrissgestaltung und den innovativen Umgang mit der ALHO Systembauweise. Sie wählte Projekte aus, die zudem das Thema Modularität mit einem außergewöhnlichen Gesamtentwurf, der höchsten gestalterischen Anforderungen gerecht wird, beantworteten.

Die Projekte



1.Preis



Siegerarbeit von Beinhoff HEP und Leuschner & Gänsicke aus Hötzum


Siegerarbeit von Beinhoff HEP und Leuschner & Gänsicke aus Hötzum


Die Siegerarbeit von Beinhoff HEP und Leuschner & Gänsicke aus Hötzum überzeugt laut Jury durch ihr klares, funktionales Konzept und die sinnvolle Gliederung in nur 3 Geschosse. Durch eine S-förmige Ausprägung wird der Baukörper strukturiert, die Außen-räume zoniert und der Eingangsbereich hervorgehoben. Die Grundrisse der Wohneinheiten und die innere Erschließung sind sinnvoll gelöst. Durch eine geschickte Aufweitung und weitläufige Blickbezüge werden die langen Flure aufgelöst und ansprechende Gemein-schaftsbereiche geschaffen. Der Entwurf zeigt eine konsequente Umsetzung der Modul-bauweise, ohne dabei eintönig zu sein.
 
Siegerarbeit von Beinhoff HEP und Leuschner & Gänsicke aus Hötzum
Siegerarbeit von Beinhoff HEP und Leuschner & Gänsicke aus Hötzum


2.Preis



Erwin Tschabuschnig, Wien


Die Arbeit des Wiener Büros HOT architektur zeigt ihre Stärke in einer klaren Schichtung zwischen Straße und Freiraum. Positiv fällt die Mischung aller Wohn- und Pflegefor-men auf. Die Zweigeschossigkeit eröffnet eine angenehme Erschließung aller Flächen und ein naturnahes Wohnen. Besonders auffallend an der Arbeit ist die Auseinandersetzung mit der Aufgabenstellung, bei der die elementierte Bauweise konsequent durchgehalten wird. 

Erwin Tschabuschnig, Wien

Erwin Tschabuschnig, Wien


3. Preise



Graft, Berlin



Der Entwurf von Graft aus Berlin sieht ein autarkes Gebäudeensemble vor, das einen lang gestreckten Freibereich entwickelt. Die elementierte Gebäudestruktur wird durch Tiefenverschiebungen der einzelnen Module in den Fassaden sichtbar. Besonders überzeugend wirkt bei diesem Projekt der konzeptionelle Ansatz. 

Graft, Berlin



Fischer Leuschner Architekten, München Den Verfassern Fischer Leuschner Architekten aus München gelingt es, einen starken, klaren Baukörper sanft umzusetzen. Spielerisch erzeugt er mit Loggien, Atrien und Eingängen Freibereiche in unterschiedlichen Qualitäten. Die detaillierte kleinteilige Fassade überzeugt ebenso wie die hohe Qualität der verschiedenen Grundrisstypen. Die Jury lobte zudem die hohe Qualität der Darstellung, die eine intensive Auseinandersetzung mit der Aufgabe zeigt. 


Ankäufe



Fischer Leuschner Architekten, München


Der Beitrag von Friedrich W. Figge aus Wuppertal bietet eine heraus-ragende städtebauliche Lösung als baukörperliches Ensemble. Ein längerer Baukörper längs der Straße und zwei schräg gestellte im rückseitigen Bereich verzahnen die Anlage mit dem Außenraum und bilden ansprechende und gut zu nutzende Hofsituationen.



Fischer Leuschner Architekten, München Die Arbeit des Frankfurter Architekten Christopher Unger ist ruhig und klar – ein Klassiker. Funktionale Grundrisse und eine eindeutige unspektakuläre Formensprache sind die Stärken dieses Entwurfs. Werthaltigkeit und elementierte Bauweise sind dabei kein Widerspruch. Durch die einfache Grundform erscheint das Gebäude zudem für unterschiedliche städtebauliche Situationen passend.



Fischer Leuschner Architekten, München Der Entwurf von k.u.g. architekten kodisch.ullrich.gasmann aus München platziert drei separate Baukörper auf dem Grundstück, die als solitäre Stadtvillen verstanden werden können. Durch die versetzte Anordnung der Volumen entsteht vor dem Eingang eine großzügige Platzsituation. Durch Innenhöfe entstehen großzügige und helle Aufenthalts- und Bewegungsräume. Der modulare Aufbau der Grundrisse gewährleistet die notwendige Flexibilität.





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Detail, 10.02.2012