Gewerbebau als architektonisch anspruchsvolle Aufgabe zu verstehen war das Ziel der Architekten. Mit geringem Budget entstand eine Halle von hohem Wiedererkennungswert, die sich nach außen selbstbewusst im Durcheinander der Nachbarn behauptet und im Inneren räumliche Qualitäten schafft. Das weit auskragende Vordach verweist auf den Eingangsbereich und schützt Haupteingang und Vorbereich des Lagers. Eine zum Teil zweigeschossige, durch vier große Nordsheds lichtdurchflutete Halle empfängt den Besucher, der von der geschwungenen Treppe zu den Büroräumen im Obergeschoss geführt wird. Von außen ist die Komplexität der Innenräume nicht ablesbar. Zwei Reihen von Lochfenstern umgeben das Gebäude, die Differenzierung von Lager- und Bürogeschoss erfolgt durch die etwas höheren Öffnungen in der oberen Reihe. Die großen Formate der Stahlbeton-Sandwichelemente geben dem Bau einen Maßstab, der dem weitläufigen Umfeld gerecht wird. Für die Festigkeit der Wände hätte Beton B 35 ausgereicht, der verwendete B 45 bindet jedoch schneller ab und ist früher transportierbar. Die flexibel zu nutzenden Räume erhalten ihre Qualität durch großformatige Schiebefenster und die klare Skelettstruktur. So bestimmen die Unterkanten der Träger die durchgehenden Linien der Gipskartonbekleidung, denen auch Fenster- und Türhöhen folgen.
