Bildungshaus am Westpark in Augsburg

»Wir sind die Westparkkinder, wir sind sehr modern .die Türen stehen offen .bei uns da ist was los« singen die Kinder auf der Einweihungsfeier und bringen damit das pädagogische Konzept auf den Punkt. Denn bei der städtischen Einrichtung für 430 Kinder handelt es sich nicht um eine gewöhnliche Grundschule, sondern um ein Bildungshaus: Krippenkinder spielen, lernen, essen unter dem selben Dach wie Kindergarten-, Grundschul- und Hortkinder. Auch Erwachsene können in eigens dafür vorgesehenen Räumen Bildungsangebote nutzen, das Elterncafé besuchen oder zu bestimmten Zeiten Bücher aus der kleinen Bibliothek ausleihen. Voraussetzung für dieses übergreifende Konzept ist die Architektur, deren Typologie auf einer Studie der Universität Augsburg basiert und in einer Forschungsgruppe weiter ausgearbeitet wurde. Fließende Räumen verbinden die einzelnen Einrichtungen miteinander und werden auch gemeinsam bespielt. Erschließungsflächen sind so ausgebildet, dass sie mehrfach nutzbar sind. Im Erdgeschoss bildet eine offene, abgesenkte Aula, der bei Bedarf ein Mehrzweckraum des Kindergartens zugeschaltet werden kann, das Herzstück des Gebäudes. Hier treffen Eltern, Kinder, Erzieher und Lehrer zusammen und tauschen sich kurz aus. Direkt neben der Aula ist die Mensa angeordnet, in der frisch zubereitetes Mittagessen gereicht wird. Der innenliegende Raum wird über gläserne Atrien belichtet, die Blickbezüge über die beiden Geschossebenen hinweg schaffen.

Bildungshaus am Westpark in Augsburg
© Seeberger.Bus Photographie