Studentenwohnheim in Weimar

Auf einem früheren Kasernengelände wurden nach der denkmalgerechten Sanierung des ehemaligen Gefängnistraktes und durch einen angefügten Neubau 50 Wohneinheiten fiir Studenten geschaffen. Das Entwurfskonzapt sah vor. den Garten auf der Westseite der Anlage zu erhalten und deshalb den Neubau mit einem geringen Abstand von nur 1,1 m parallel zum Bestand zu setzen. Ein verglaster dreigeschoßiger Zwischenraum, der die Gebäude miteinander verbindet, sorgt dafür, daß Licht und Luft ungehindertin die Flure eindringen können. Unterschiedliche Geschoßhöhen von Altbau und Neubau werden durch Holztreppen und Brücken aufgenommen. Durch das Absenken des Gartenniveaus konnte ein zusätzlichesGeschoß im Neubau untergebracht werden. Vor der unteren Fensterreihe auf der Gartenseite des Erdgeschosses verläuft eine schmale Holzterrasse, die den Übergang vom Gebäude zum Garten bildet.Die Lochfassaden des einhuftigen, langgestreckten Flügelbaus bestehen aus unverputzten rauhen Betonwerksteinen und bilden so einen Gegensatz zur historischen Putzfassade des Altbaus. Schmale Rahmen aus Stahlwinkeln an den Gebäudeecken fassen den Baukörper ein und betonen die Außenkanten. In die zweischalige, hinterlüftete Betonsteinfassade wurden feine schwarze Rahmen aus Aluminium eingeschoben. Große französische Fenstertüren unterstreichen das schlichte Erscheinungsbild des Gebäudes.

Studentenwohnheim in Weimar