Bürogebäude in Zürich

Das Ensemble zweier ehemaliger Fabrikbauten befindet sich in einem Vorstadtquartier Zürichs, in dem sich um die Jahrhundertwende kleinere Industrie- und Gewerbebetriebe angesiedelt hatten. Das sogenannte Nebengebäude wurde schon 1856 erbaut, das Hauptgebäude mit der gelb-roten Backsteinfassade stammt aus dem Jahre 1896. Beide hatten im Laufe der Jahre durch Um- und Anbauten ihre klare Form verloren und waren durch minderwertige Nutzungen beschädigt. Erstes Ziel des Umbaus war daher eine gründliche Reparatur, zusätzlich wurden aber auch neue Bauteile eingefügt. Die Giebelwand des Nebengebäudes war nicht zu erhalten. Sie wurde durch eine markante Betonfassade ersetzt. Die vorhandenen Treppenhäuser waren für die Nutzung als Büro- und Verwaltungsbau zu knapp bemessen und ungünstig gelegen. Daher verbindet heute eine neue, zentrale Treppen und Aufzugsanlage die sehr unterschiedlichen Höhen der beiden Altbauten miteinander. Die Ausführung des Erschließungskernes in Stahl und Glas kontrastiert mit den restaurierten Innenräumen, ihren weißen, gewölbten Decken und den gußeisernen Säulen.

Bürogebäude in Zürich
© Hans-Peter Schiess