Die unter der kreisrunden Mitte des Michaelerplatzes liegenden Bauwerke aus den verschiedensten Epochen wurden freigelegt; es handelt sich um einen Querschnitt durch 2000 Jahre Wiener Baugeschichte. Die Planungen gingen von der Überlegung aus, einen Großteil des Platzes wieder zu schließen und für eine weitere wissenschaftliche Bearbeitung und eventuelle spätere Nutzung, z.B. als Museum, zugänglich zu machen. Innerhalb eines vorhandenen Kunstsandsteinringes wurde der Platz in der Achse des Michaelertors mit 80/80 cm großen Granitplatten gepflastert. Quer durch den Platz blieb in der Achse Herrengasse - Reitschulgasse eine etwa 11 m breite, bis zu 7,50 m tiefe Öffnung frei, wodurch alle historischen Baurelikte sichtbar sind. Um den Blick, vor allem vom Kohlmarkt auf das Michaelertor, nicht zu beeinträchtigen, wurde an den Längsseiten der Öffnung der Zugang an die Brüstung um drei Stufen abgesenkt.
