Evangelisches Jugendwerk in Württemberg, Stuttgart

Zwei langgestreckte, leicht gegeneinander verschobene und der Straßenbiegung folgende Gebäudeflügel definieren den Straßenraum. Dadurch entsteht im Mittelteil, dem "Knickpunkt" dieser beiden Flügel, ein geschützter Außenbereich vor dem dort platzierten Haupteingang. Das dahinterliegende Foyer gewährt als durchgängige Halle Transparenz und Durchblick und soll die Offenheit und Zugänglichkeit des Hauses nach außen signalisieren. Die lebendige Baukörperstruktur mit ihrer Ablesbarkeit der Seminar- und Vortragsräume sowie die Einrichtung eines öffentlichen Buchladens an der Straße zeigen die vielfältigen Aktivitäten des Evangelischen Jugendwerkes. Fünf Wohnungen, wie Nistkästen im Dachgeschoß angeordnet, beleben das Haus rund um die Uhr. Die Verwendung von rauem, unpoliertem Material lässt ganz bewusst Spielraum für die Aneignung der Architektur durch die Nutzer.

Evangelisches Jugendwerk in Württemberg, Stuttgart
© Wolf-Dieter Gericke