Kinder- und Jugendhort in Salzburg

Als wärmende Haube sitzt der Holzbau auf der Turn- und Schwimmhalle des Schulkomplexes aus den frühen 70er-Jahren. Da der Bestand als nur bedingt belastbar galt, hatte der Auslober des Wettbewerbs vorgesehen, den Schulhof zu bebauen. Das Team um Maria Flöckner und Hermann Schnöll konnte jedoch nachweisen, dass der flache Betonbau einen leichten Aufsatz tragen würde. Wegen des geringen Gewichts erwies sich eine Holzkonstruktion als besonders geeignet. Deren Wände bestehen aus vorgefertigten, jeweils 2 Meter breiten, tragenden Elementen. Die Dachelemente sind mit diesen steif vernagelt und großflächig zu Scheiben verbunden. Eine Abfangdecke aus Betonfertigteilen leitet die Lasten in die bestehenden Stützen und Wände, die Tragstruktur musste nur in geringem Maß durch Injektionen in die Fundamente verstärkt werden. Diese Arbeiten am Bestand waren in den Sommerferien möglich, so blieb die Halle für die Schulen über die Bauzeit nutzbar.

Kinder- und Jugendhort in Salzburg
© Stefan Zenzmaier