Das Gebäude liegt auf einem langen, schmalen Eckgrundstück an einer Wohnsammelstraße und einer Ortsdurchgangsstraße. Es bildet den städtebaulichen Abschluss einer Kleingartenanlage. Zur Straße geschlossen, öffnet sich der Baukörper zur Gartenanlage. Fast übergangslos geht der Innenraum des Vereinshauses in den Außenraum über. Um dies zu erreichen, wurde das Material Holz anders gefügt als bei den bereits vorhandenen Lauben. Nicht ein Blockhaus sollte entstehen, sondern ein leichter Ingenieurholzbau. Der Bauherr, ein Kleingartenverein, wollte das Vereinshaus in Eigenleistung bauen. Holz war vom Bau der eigenen Lauben vertraut und hatte sich daher als Baumaterial angeboten. Vom Grundprinzip des Entwurfes, auf Dekor und Schmuck zu verzichten und sich bietende Möglichkeiten der Konstruktion zu nutzen, um das Gebäude zu strukturieren, mussten die »Gartenfreunde« erst überzeugt werden.
