Bundesverwaltungsgericht in München

Nach den Vorstellungen der Justizverwaltung soll sich die Justiz dem Bürger gegenüber öffnen und damit Einsicht und Verständnis für alle Rechtsverfahren fördern. Vor allem der Abbau von »Machtrepräsentation«, der in vielen Justizpalästen zum Ausdruck kam, sollte Entwurfsziel sein. Respekteinflößende bauliche Gesten, wie abweisende Fassaden, überdimensionierte Hallen, abgesperrte Bereiche, überladene Symbolik sowie die Vorstellung von einem hochthronenden Richterkollegium sollten unter allen Umständen vermieden werden. Es bleibt das Problem des Ausgleichs zwischen den Anforderungen an ein normal funktionierendes Bürogebäude und dem berechtigten Wunsch der Justiz, auch nach außen darzustellen, dass hier nicht nur verwaltet, sondern Recht gesprochen und die Justiz repräsentiert wird.

Bundesverwaltungsgericht in München
© S. Neubert