Zwanzig internationale Künstler hatte das französische Modelabel Chanel vergangenes Jahr eingeladen, sich von einer seit mehr als fünfzig Jahren produzierten Kult- Handtasche zu neuen Kunstwerken inspirieren zu lassen, welche anschließend – in einem eigens hierfür zu schaffenden mobilen Pavillon – zwei Jahre lang rund um die Welt reisen würden. Der Pavillon selbst wurde dabei von Anfang an ebenfalls als Kunstwerk betrachtet und so erscheint es wenig überraschend, dass der mit der Architektenauswahl betraute Modeschöpfer und bekennende Gegner einer »allgegenwärtigen Post-Bauhausästhetik« Karl Lagerfeld ausgerechnet Zaha Hadid mit dem Entwurf des Bauwerks beauftragte.
