Objekt+Produkt: Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik IBMT

Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik IBMT, Sulzbach bei Saarbrücken A B Im Gebäude einer ehemaligen Hemdenfabrik aus dem Jahr 1969 unterhält das Fraunhofer-Insitut für Biomedizinische Technik IBMT seit 1994 diverse Räumlichkeiten. Erste Sanierungsarbeiten wurden in den Jahren 2002 und 2008 durchgeführt. Um dem Standort zu einer tragfähigen Perspektive zu verhelfen, war ein zusätzlicher Um- und Erweiterungsbau erforderlich. Ein Entwurf, der den Industriekomplex aufwerten und zu einem Markenzeichen der Biotechnologie, des Biomaterialbankings und der Kryotechnologie machen würde, war gefragt.

Objekt+Produkt: Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik IBMT
Die transluzente Membran steht symbolisch für die Arbeit des Instituts. Bei Dunkelheit gewährt sie Einblicke ins Innere. © Wolf-Dieter Gericke

Das Stuttgarter Büro hammeskrause architekten setzt mit seinem Konzept auf die Stimulation von Assoziationen und möchte die Fantasie der Nutzer und Betrachter durch das Gebäude anregen. Zentrales Gestaltungselement ist daher eine Fassade aus langlebigen Ethylen-Tetrafluorethylen(ETFE)-Screens. Sie versinnbildlicht als eine Art Zellmembran auf symbolischer Ebene die Arbeit des Instituts und schafft einen Ort der Identität in dem städtebaulich heterogenen Umfeld. Selbstverständlich erfüllt der Entwurf darüber hinaus die organisatorischen, funktionalen und konstruktiven Anforderungen eines modernen Forschunggebäudes. Der neue Haupteingang entstand an der Schnittstelle zwischen Bestand und Erweiterung und ermöglicht über das dahinterliegende Foyer eine getrennte Erschließung der unterschiedlichen Bereiche des Instituts. Um die Kommunikation untereinander und nach außen zu fördern, können hier auch Präsentationen, Ausstellungen und Empfänge für Gäste stattfinden. Der vorhandene Hallenbaukörper erhielt ein neues Erschließungskonzept, das ihn in flexible modulare Strukturen gliedert. Durch das Einfügen von drei überdachten Lichthöfen, wurden die angrenzenden Flächen auch für Büros und Labore nutzbar gemacht. Diese sind über zwei Geschosse hinweg organisiert und werden über Stahlwendeltreppen in den Lichthöfen miteinander verbunden. So konnte auch das im Hang liegenden Untergeschoss sinnvoll in die Raumkonzeption miteingebunden werden. Auf der Südseite wurde dem Hallenkomplex ein langer Erschließungsgang vorgelagert, der den Verwaltungsbau mit den bereits genutzten Hallen und dem neuen Hallenbereich verbindet. Dieser wird von dem transluzenten Screen aus ETFE-Folie umschlossen, der auf einer filigranen weißen Stahlkonstruktion aufliegt. Die Hauptträger bilden gebogene Rechteckhohlprofile, die im unteren Bereich auf einer Stahlbetonbrüstung gelenkig gelagert sind. Der obere Anschluss erfolgte kraftschlüssig an die bestehende Stahl-Hallenkonstruktion. Die Aussteifung übernehmen rautenförmig über die Hauptträger verlaufenden Rohrhohlprofile, die der Röhre zusätzlich Struktur verleihen. Formal erinnert der Gang an die Geometrie der Stickstofftanks und soll so auch die Vermittlung zwischen den runden Geometrien der Kryobehälter und der kubischen Industriearchitektur des Bestands schaffen.

Architektur
hammeskrause architekten
Standort
Sulzbach (DE)

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    Glasshouse Theatre in Brisbane

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    Kloster Santa María de Sijena

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  • Die medizinische Einrichtung hat einen getrennten Eingang an der Ostseite. Eine Pergola aus Betonfertigteilen empfängt die Klienten.

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    Wohnungen für Obdachlose sind oft aus Containern aufgestapelt. Auch der Übernachtungsschutz von Hild und K nutzt die Vorzüge der Vorfertigung. Mit liebevollen Details hat das Münchner Büro jedoch einen robusten Bau geschaffen, der Wärme und Heimatgefühl vermittelt.