Wohnhaus in Gent

Ein Stapel eckiger Glasvolumen war die Grundidee für das Wohnhaus in einer Baulücke, das der junge Architekt Jeremias Sys für sich und seine Familie entwarf. Auf dem nur rund 5,50 m breiten Grundstück inmitten kleinteiliger Blockrandbebauung stand vorher ein Garagenbau, der deutlich niedriger war als die Nachbargebäude. Der Bestand wurde bis auf das Erdgeschoss zurückgebaut und bildet den Sockel des neuen Wohnhauses. Dieses nutzt die Höhe der Baulücke maximal aus, sodass nun insgesamt vier Stockwerke Platz finden: Stellplatz und Eingangsbereich im Erdgeschoss, darüber die Wohnebene mit offener Küche, im zweiten Obergeschoss ein Schlafzimmer mit Bad und ganz oben ein weiteres Schlafzimmer mit großer Dachterrasse. Aufgrund des schlecht tragfähigen Untergrunds wählte der Architekt eine leichte Tragkonstruktion aus schlanken Stahlstützen und HEB-Trägern, die durch Holzbalken in der Deckenebene ergänzt werden.

Wohnhaus in Gent
© Tim Van de Velde