Kaufhaus Au Pont Rouge in Sankt Petersburg

Flirrendes Weiß im Jugendstil-Kaufhaus: In Sankt Petersburg gestaltete das Hongkonger Architekturbüro Cheungvogl die erste Etage des wiedereröffneten Nobelkaufhauses Au Pont Rouge als schwereloses Raumkontinuum. Das 1907 vom Kleiderfabrikanten Stefan Esders nach europäischen Vorbildern errichtete Warenhaus an der Roten Brücke am Moika-Ufer diente nach der Revolution 1919 lange als Näherei für Männerbekleidung. Im Zuge der 2011 begonnenen umfassenden Renovierung wurden die Originalfassaden wiederhergestellt und auch die zerstörte Eisen-Glas-Kuppel rekonstruiert, die den Haupteingang an der Gebäudeecke bekrönt. Im Inneren sind die sanierten und ergänzten ursprünglichen Elemente, wie die Treppenanlage und das Tragwerk, kombiniert mit zeitgemäßen Displays. Dabei wurde jede Etage von einem anderen Architekten gestaltet. Auf einer Verkaufsfläche von insgesamt 5000 m² bietet das Kaufhaus eine erfrischende Mischung an Konzepten, sowohl was Raumgestaltung und Präsentation betrifft als auch die Auswahl der Marken und Waren selbst. Neben internationalen Top-Labels zeigen hier auch junge Designer ihre Arbeiten. Das Au Pont Rouge ist ein Shopping-Tempel zum Flanieren, der den Besucher mit historischen Reminiszenzen und unterschiedlichen Szenografien rund um den zentralen Lichthof überrascht.

Kaufhaus Au Pont Rouge in Sankt Petersburg
© Cheungvogl