- Claudia Fuchs
Im Genfer Stadtteil Eaux-Vives wurde durch den neuen Tiefbahnhof ein schmales, langes Areal frei, auf dem eine Esplanade sowie der Neubau der Comédie de Genève als Mittelpunkt des heterogenen Viertels entstanden sind. Der markante, langgestreckte Riegel mit abgestufter Silhouette wirkt auf den ersten Blick wie eine Fabrikhalle. Denn für Fres Architectes ist Theater nicht nur ein reiner Veranstaltungsraum, sondern vielmehr ein Ort kreativen Arbeitens und künstlerischer Produktion, der die Probensäle ebenso umfasst wie die Bühnenwerkstätten. Das klar gegliederte Raumprogramm zeichnet sich in der Gebäudekubatur ab: In den vier unterschiedlichen Hochpunkten verbergen sich die Werkstätten, das Bühnenhaus des großen Saals, die Künstlergarderoben sowie die Black Box mit den aufgesattelten Probenräumen.
