Ein neues Ateliergebäude aus Vollholz in Hellerau

Die Deutschen Werkstätten und die Gartenstadt in Hellerau sind untrennbar mit dem Namen ihres Gründers, Karl Schmid, verbunden. Der gelernte Tischler aus dem Erzgebirge wandte sich früh der maschinellen Fertigung von Möbeln zu, obwohl ihm handwerkliches Können gleichermaßen wichtig blieb. Sein 1898 noch unter dem Namen Dresdener Werkstätten für Handwerkskunst gegründeter Betrieb engagierte bald namhafte Künstler der damaligen Zeit. Diese Zusammenführung von Handwerk, Industrie und Kunst brachte schlichte, funktionale Möbel zu erschwinglichen Preisen hervor und begründete damit den Erfolg des Unternehmens. Andere Künstler griffen diese kunstgewerbliche Entwicklung auf. Richard Riemerschmid, der seit dem Jahre 1902 mit Karl Schmid in Verbindung stand und zu den Mitbegründern des Werkbunds gehörte, hat später für die Werkstätten Möbel entworfen, deren Formen die maschinengerechte Ausführung widerspiegeln.

Ein neues Ateliergebäude aus Vollholz in Hellerau
© Haller, Morgenstern, Quincke