Minka ist die Bezeichnung für das Haus des gewöhnlichen Bürgers. Abgegrenzt zum Wohnhaus der zivilen wie militärischen Aristokratie und dem Klerus werden unter dem Begriff minka sowohl die Häuser der Bauern, noka, als auch die der Stadtbewohner, machiya, subsumiert. Das minka ist durch einige Charakteristika gekennzeichnet, die es deutlich von früheren Bauten abhebt. Zu den herausragenden gehört wohl der Übergang zu Lehmwänden bzw. lehmverputzten Wänden und der Übergang von der Pfostenkonstruktion zur Stützenkonstruktion. Die früher zwecks Stabilisierung in den Boden gegrabenen Pfosten wurden in der späten Muromachi-Zeit, gegen Ende des 15. Jahrhunderts, als Stützen auf Fundamentsteine gestellt. Dies hatte bedeutende Fortschritte in der Verzimmerungstechnik zur Voraussetzung. Ein weiteres Kennzeichen des minka ist ein Bereich im Inneren, yuka, der deutlich vom Erdboden abgehoben ist.
