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Kita Pusteblume: 88 Krippenplätze in zehn Monaten

In nur zehn Monaten entstand in Schwalbach die größte Krippe des Saarlands: ein modularer Neubau mit 88 Plätzen, klaren Raumstrukturen und viel Tageslicht.

Kita Pusteblume: 88 Krippenplätze in zehn Monaten
Der eingeschossige Neubau fügt sich in die Hanglage von Schwalbach-Hülzweiler ein. 32 Raummodule bilden acht Krippengruppen mit insgesamt 88 Plätzen. © Philip Kistner, Düsseldorf

32 Module für 88 Krippenplätze

In Schwalbach-Hülzweiler ist die größte Krippeneinrichtung des Saarlands entstanden. Der eingeschossige Neubau bietet auf 1494 m² Grundfläche Platz für acht Gruppen mit insgesamt 88 Kindern unter drei Jahren. Die Gemeinde setzte von Beginn an auf die dreidimensionale Modulbauweise. Das variable Raster des flexiblen Alho-Baukastenprinzips ermöglichte eine bedarfsgerechte Grundrissplanung und eine individuelle Fassadengestaltung.

Alho Systembau übernahm das Projekt ab Leistungsphase 5 als Generalunternehmer. Grundlage war die genehmigte Planung von Anne-Marie Herzog, der für kommunale Bauvorhaben in Schwalbach zuständigen Architektin. Ausführungs- und Werkplanung, Produktion und Montage lagen damit in einer Hand. Während auf dem Grundstück Erdarbeiten und Bodenplatte ausgeführt wurden, entstanden die 32 Raummodule witterungsunabhängig im Werk. Mit einem Vorfertigungsgrad von 70 Prozent kamen sie unter anderem mit vorbereiteten Sanitärinstallationen und eingebauten Fenstern auf die Baustelle. Ihre Montage dauerte vier Tage. Rund zehn Monate nach Projektstart wurde die Kita im November 2025 schlüsselfertig übergeben.

Raumfolgen für Spiel und Rückzug

Die Kita gliedert sich in zwei Gebäudeflügel mit je vier Krippengruppen. Eine zentrale Gemeinschaftszone verbindet beide Bereiche. Der lange Mittelflur dient als Spielfläche und öffnet sich über große Glasabschlüsse zu den Außenanlagen. Jede Gruppe umfasst einen Gruppen- und Schlafraum, eine Garderobe, einen Sanitärbereich sowie eine Milchküche. Die Garderobenzonen markieren den Übergang zu den Gruppenräumen. Separate Schlafräume schaffen Rückzugsorte und unterstützen den Tagesrhythmus der Kinder.

Die Garderobenzone verbindet Spielflur und Gruppenräume. Klare Raumfolgen und ruhige Oberflächen erleichtern den Kindern die Orientierung.
Die Garderobenzone verbindet Spielflur und Gruppenräume. Klare Raumfolgen und ruhige Oberflächen erleichtern den Kindern die Orientierung. © Philip Kistner, Düsseldorf
Der separate Schlafraum bietet einen geschützten Rückzugsort. Naturtöne und reduzierte Gestaltung unterstützen eine ruhige Atmosphäre.
Der separate Schlafraum bietet einen geschützten Rückzugsort. Naturtöne und reduzierte Gestaltung unterstützen eine ruhige Atmosphäre. © Philip Kistner, Düsseldorf

Bewegungsraum für wechselnde Aktivitäten

Für Bewegung, gemeinsames Spiel und wechselnde pädagogische Angebote stehen zwei Mehrzweckräume zur Verfügung. Offene Flächen, mobile Spielelemente und eine zurückhaltende Ausstattung ermöglichen eine flexible Nutzung. Bodentiefe Fenster bringen viel Tageslicht in die Räume und schaffen einen direkten Bezug zu den Außenanlagen.

Mobile Spielelemente und freie Flächen machen den Mehrzweckraum zum flexibel nutzbaren Ort für Bewegung und gemeinsames Spiel.
Mobile Spielelemente und freie Flächen machen den Mehrzweckraum zum flexibel nutzbaren Ort für Bewegung und gemeinsames Spiel. © Philip Kistner, Düsseldorf

Eine gemeinsame Mitte

Die zentrale Gemeinschaftszone mit Küche, Essensausgabe, Kinderrestaurant und zwei Elternsprechzimmern verbindet die beiden Gebäudeflügel. Eine flexible Raumtrennung im Kinderrestaurant ermöglicht unterschiedliche Gruppengrößen und Nutzungen. Für die Kita-Leitung und das Betreuungspersonal stehen separate Räume zur Verfügung.

Kinderrestaurant, Küche und Essensausgabe bilden die gemeinsame Mitte der Kita. Eine flexible Raumtrennung erlaubt verschiedene Nutzungen.
Kinderrestaurant, Küche und Essensausgabe bilden die gemeinsame Mitte der Kita. Eine flexible Raumtrennung erlaubt verschiedene Nutzungen. © Philip Kistner, Düsseldorf

Ruhige Gestaltung, flexible Nutzung

Die Innenräume sind bewusst reizarm gehalten. Naturbezogene Farbtöne und Holzwolle-Leichtbauplatten an den Decken prägen die ruhige Atmosphäre. Die Farben Gelb und Grün der Pusteblume greifen den Namen der Kita auf und finden sich auch in der Gestaltung wieder. Die freitragenden Stahlrahmen und nichttragenden Innenwände halten das Gebäude langfristig anpassbar. Es kann erweitert, umgebaut oder selektiv zurückgebaut werden. Auch eine weitere Nutzung der Raummodule an einem anderen Standort ist konstruktiv möglich.

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Hersteller: ALHO
Projekt: Kita Pusteblume in Schwalbach


Produktkategorie: Systembauweisen