Forschung und Technik

Forschungsbeiträge und Konstruktionswissen: Fachbeiträge zu Materialentwicklung, Bauphysik und technischen Grundlagen des Bauens.

  • Bei diesem Verwaltungsgebäude in Viersen sind die Innenwände und Vorsatzschalen mit 16 bis 22 mm starke Lehmplatten verkleidet.

    Trockenbau mit Lehm: Wie kommt die Platte an die Wand?

    Lehm, Sand und Pflanzenfasern sind die Ausgangsmaterialien für moderne Lehmbauplatten. Sie sind fast überall mit kurzen Lieferwegen verfügbar und lassen sich komplett recyceln. Ipek Ölcüm erläutert, worauf bei der Montage der Platten zu achten ist und was der Begriff „Kreuzkompatibilität" bedeutet.

  • Zukunftsvision für Barcelona: Boltshauser Architekten haben für die katalanische Metropole rückbaubares Stadtmobiliar aus Betonsteinen entworfen. Für die Herstellung der Steine wird der Unterbau von Straßen recycelt.

    Schluss mit Downcycling 

    Betonrecycling in der heute praktizierten Form nützt dem Klimaschutz wenig. Der besonders CO2-intensive Zement geht dabei unwiederbringlich verloren. Wie sich das vermeiden lässt, untersuchen Boltshauser Architekten gemeinsam mit einem Konsortium aus den Niederlanden, der Schweiz und Spanien im Forschungsprojekt Respira.

  • Leicht trifft schwer: ­Verbunddecken aus Bambus und Beton

    Um seine Schwächen beim Schallschutz und Schwingungsverhalten auszugleichen, experimentiert ein Forschungsteam aus Konstanz mit Verbundkonstruktionen aus Bambus und Beton.


  • FlectoLine - Adaptive faserverstärkte Fassadenelemente im Praxistest

    Fassaden, die automatisch auf Umwelteinflüsse reagieren, sind schon länger Gegenstand der Forschung. Jetzt ist in Freiburg ein Prototyp einer adaptiven Gebäudehülle entstanden.

  • Nutzungsneutral bauen mit Holz

    Holzbau ist nur dann tatsächlich nachhaltig, wenn er die langfristige Umnutzung von Gebäuden zulässt. Dafür hat das Ingenieurbüro Fast + Epp nun zwei Tragwerkskonzepte aus Laubholz entwickelt.

  • Die Bewohner können die verschiedenen Elemente des Wintergartens täglich und saisonal an die Wetterbedingungen anpassen und dadurch das Raumklima verbessern.

    Vom Gewaechshaus zum Wintergarten

    Das Londoner Umweltberatungsbüro Atmos Lab hat die klimatische Leistungsfähigkeit der Wintergartenkonstruktionen von Lacaton & Vassal untersucht. Florencia Collo, Olivier Dambron und Rafael Alonso Candau erläutern die Ergebnisse.

  • Die Konstruktionslehrbücher der frühen Nachkriegszeit befassten sich vor allem mit rationellen Lösungen für den Wiederaufbau von Wohnungen.

    Lernen vom Gebäudebestand

    Das BmB-Archiv der Bergischen Universität Wuppertal macht das Konstruktionswissen der Jahre 1875-1975 auf der Plattform Detail Inspiration erstmals digital zugänglich. Initiator Georg Giebeler erläutert die Hintergründe des Projekts.

  • An Probekörpern testete das Team unterschiedliche Rezepturen für die Steine. Variiert wurden unter anderem der Wassergehalt, das Bindemittel und die Verarbeitung der Halme.

    StrawBrick - ein organischer Mauerstein aus Stroh

    Im Forschungsprojekt StrohGold entwickelt ein Team der Bauhaus-Universität Weimar einen Mauerstein aus hoch verdichtetem Stroh, der deutlich höhere Druckfestigkeiten erreicht als der herkömmliche Strohballenbau.

  • Kreislauffähiger Holzbau

    Welches Potenzial hat das zirkuläre Planen und Bauen mit Holz? Unsere Autoren vom Lehrstuhl für Architektur und Holzbau der Technischen Universität München geben einen Überblick über die Herausforderungen und Möglichkeiten.

  • Architekturelemente aus Bauschutt

    David Chipperfield Architects Berlin und das ICD Universität Stuttgart erproben gemeinsam, wie sich mineralischer Bauschutt wiederverwenden lässt. Dabei nutzt das Team Roboter, um Gabionen automatisiert zu befüllen.

  • Seine Premiere erlebte der Prototyp aus dem Forschungsprojekt Arise als Messestand bei der DigitalBau 2024 in Köln.

    Open Source in der Architektur

    Mit ihrem 2011 entwickelten Bausystem WikiHouse verfolgen Alastair Parvin und Nick Ieriodiaconou einen innovativen Ansatz zur „Demokratisierung des Bauprozesses". Kern des Konzepts ist eine Internetplattform, die offene Baupläne global zugänglich macht. Laien können dort kostenfreie CNC-Fräsdateien und Bauanleitungen für einfache Gebäude - etwa kleine Einfamilienhäuser mit Deckenspannweiten bis zu 4,5 m - herunterladen. Die Datensätze ermöglichen die automatisierte Herstellung aller Tragwerksteile aus 18 mm starken Furnierschichtplatten (FSH) mit Abmessungen von 2,50 × 1,25 m auf einfachen Dreiachsfräsen. Die Montage der Elemente ist mit zwei bis drei ungelernten Arbeitern möglich, dafür werden nur Gummihämmer benötigt. Bei Wiki- House kommen ausschließlich Holz-Holz-Verbindungen ohne Stahlteile, Schrauben und Nägel zum Einsatz. Eine Bemessung des Tragwerks und der Verbindungen nach britischer Norm ist kostenlos im Internet verfügbar. rnDiese Prämissen erlauben den Einsatz des Systems weltweit, denn FSH-Platten und Dreiachsfräsen sind fast überall vorhanden. Dennoch zeigen die bisherigen Anwendungen des Systems Einschränkungen, insbesondere in Bezug auf größere Spannweiten, Dämmung, Dichtung und die Einhaltung lokaler Bauvorschriften. Diese Grenzen waren der Ausgangspunkt für die Weiterentwicklung an der HTWG Konstanz.

  • Embraced Wood - Altholz wird Baumaterial

    Die Wiederverwertungsrate im Holzbau ist noch immer erschreckend gering. Im Forschungsprojekt Embraced Wood haben Forscher der Universität Stuttgart eine Methode entwickelt, um alten Holzbalken ein neues Leben einzuhauchen.