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Foto: Rasmus Norlander

Zu neuem Leben erweckt: Revitalisierung von drei Pumpwerken

Der wasserreichste Fluss Dänemarks, die Skjern Å, wird neben den Pumpstationen zum Hauptschauplatz. Dieser blickt auf eine durchaus bewegte Vergangenheit zurück: Ende der 1960er im Zuge eines Landrückgewinnungsprojektes begradigt, fließt er seit 2002 wieder in seinen ursprünglichen Bahnen und bereichert den umliegenden Naturraum.

Die drei Pumpwerke sprechen in Aufbau und Nutzung die gleiche Sprache und unterscheiden sich doch in ihrer Ausführung. Was sich früher mit Wasserkammern unter und Pumpenhallen über der Erde programmatisch in zwei Bereiche gliederte, erfährt mit dem Umbau eine komplette Reorganisation. Neue, unterirdisch installierte Pumpen machen im oberen Gebäudeteil Platz für Aussichtspunkte und Räume für diverse Veranstaltungen.

Die schlichten rechteckigen Grundrisse der Bestandsbauten sind funktionell begründet und weisen wenig architektonische Besonderheiten auf. Über ein paar außenliegende Stufen gelangt man bei allen dreien zum Eingang. Die Fassaden der Pumpstationen treten massiv in Erscheinung. Vertikal geprägte Betonelemente verleihen ihnen eine Plastizität und Haptik, die wie das Negativ der umgebenden Landschaft wirken. Die An- und Umbauten greifen diese vertikale Betonung wieder auf und führen sie in Holz fort. Bei zwei der Stationen passiert das in Form von Erweiterungen auf dem Dach. Dort entsteht mit einem Holzkonstrukt ein zusätzliches Geschoss. Abwechselnd enger und weiter gesetzte Hölzer bieten weite Ausblicke in die Natur in geschützter Atmosphäre. Das dritte Pumpwerk wird um einen Anbau ergänzt, der Eingangssituation und Aussichtsplattform zugleich ist.

Die Innenräume erhalten eine überdachte Organisation. Vereinzelte Bestandwände müssen weichen, an anderer Stelle werden wiederum welche errichtet. Eine Kombination aus bestehenden Materialien und modernen Elementen lassen die Pumpwerke in neuem Glanz erstrahlen. Farbliche Akzente, wie die roten Ziegelwände und grüne Fensterrahmen und Türen ergänzen die sonst so schlicht graubraunen Beton-, Holzbauten.

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Weitere Informationen:

Mitarbeiter: Søren Johansen, Sebastian Skovsted, Laura Boelskifte, Phoebe Cowen
http://www.johansenskovsted.dk/

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