
Foto: Kermi, Plattling
Einer Studie der Friedrich-Schiller-Universität Jena zufolge besteht in etwa 7 Millionen Wohnungen in Deutschland ein Schimmelpilzproblem. Davon sind besondere Bäder betroffen. Denn hier herrscht, neben der Küche, die höchste Konzentration an Raumfeuchte. Nur bei einem Duschvorgang fallen etwa 1,5 Liter Feuchtigkeit an, bei einem Vollbad etwa 1 Liter. Eine ausreichende Belüftung des Badezimmers ist deshalb unverzichtbar.
Die einfachste Variante ist – falls möglich – die Stoßlüftung über ein Fenster. Doch gerade Bäder in sanierten Altbauten und kleine Gästebäder verfügen häufig nicht über eigene Fenster. Hier ist im Regelfall eine kontrollierte automatische Lüftung vorzusehen. Sie hat im Vergleich zur manuellen Lüftung den Vorteil, dass sie ein konstantes Raumklima gewährleistet. Geräte mit Wärmerückgewinnung helfen zudem, Energie einzusparen: Indem Wärme aus der Abluft entnommen und zur Erwärmung der Zuluft genutzt wird, kann die Heizenergie um bis zu 70% reduziert werden.
Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Raumentlüftungssysteme auf dem Markt. Verbreitet sind Einrohr-Lüftungssysteme (ELS) mit gemeinsamer Abluftleitung über Dach. Hier erhält jedes innen liegende Bad einen eigenen Ventilator, der eine Entlüftung nach Bedarf ermöglicht. Diese Abluftventilatoren gibt es in Aufputz- oder Unterputzvariante. Sie sind für den Wand- oder Deckeneinbau geeignet und werden vorzugsweise in Schächte, Installationswände oder Register eingebaut.
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