
Alle Fotos: Schmidhuber + Kaindl
Die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Pavillon, bestehend aus Schmidhuber + Kaindl, Milla & Partner sowie NÜSSLI, sieht den red dot als Zeichen der Anerkennung für die hohe Qualität in der Konzeption und Realisierung von „balancity“.
Im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums hat die Koelnmesse International die Generalplaner von Schmidhuber + Kaindl, die Ausstellungsgestalter von Milla & Partner und das Bauunternehmen NÜSSLI mit der Realisierung des Deutschen Pavillons betraut. Unter dem Titel „balancity“ präsentiert sich Deutschland als vielseitige, ideenreiche Nation, als ein innovatives und zukunftsorientiertes Land, das zugleich großen Wert darauf legt, Wurzeln zu erhalten und Traditionen zu bewahren. Der Beitrag zeigt, wie wichtig die Ausgewogenheit in der Stadt der Zukunft ist – etwa zwischen Bewahren und Erneuern, zwischen Arbeit und Freizeit, zwischen Gemeinschaft und Individuum oder zwischen Globalisierung und nationaler Identität. Vielfalt und Gleichgewicht, nicht Gleichheit, geben der Stadt von morgen Energie und verleihen ihr Lebensqualität. Dieser Kerngedanke ist überall im Deutschen Pavillon zu finden.
Der Pavillon als begehbare Skulptur und Sinnbild einer lebenswerten Stadt: Der Grundgedanke von „balancity“ spiegelt sich in der Architektur wider. Der Pavillon gliedert sich in zwei Hauptbestandteile: Landschaft und Baukörper. Eine Terrassenlandschaft erstreckt sich vom Erdgeschoss bis zum dritten Obergeschoss. Darüber scheinen vier silberfarbene Ausstellungskörper zu schweben – jeder für sich scheinbar in einem labilen Gleichgewicht, aber im Zusammenspiel miteinander stabil. Zwischen den Ausstellungskörpern und der Landschaft entsteht ein räumliches Spiel von Innen und Außen, Licht und Schatten, Enge und Weite.

Die Fassade von balancity ist mit einer transparenten Membran bespannt. Das silbern glänzende Gewebe reduziert die Sonneneinstrahlung und verwandelt sich abends in ein Lichtsegel. Durch die Transparenz der Membran verändert sich je nach Tageszeit und Witterung das Erscheinungsbild des Pavillons; mal sieht er aus wie ein opaker Kristall, mal lässt die Fassade wie eine durchsichtige Gaze das Innere des Pavillons durchscheinen.


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