Vereinfachte Formeln zur Dimensionierung von Zug- und Druckbewehrung in Balken

Dimensionierungsformeln für Druck- und Zugeinlage

Vereinfachte Formeln zur Dimensionierung von Zug- und Druckbewehrung in Balken
[Anm. der Red. Tabelle III Dimensionierungsformeln für Druck- und Zugeinlage]

Da Versuchsrechnungen mit den Gleichungen 26 und 27 immerhin einen gewissen
Zeitaufwand erfordern, hat man schon mehrfach versucht, auch für solche Fälle Dimensionierungsformeln
aufzustellen. Da aber der Balkenquerschnitt gewöhnlich schon durch
das Moment in Feldmitte bestimmt ist und die zulässigen Höhen und Breiten für Unterzüge
usw. meist mit Rücksicht auf die architektonische Ausgestaltung zu wählen sind,
kommt es in der Hauptsache nur auf die Ermittelung der notwendigen Einlagen in der
Druck- und Zugzone an. Für diese ergibt sich nach SALINGER (der Eisenbeton in Theorie und Konstruktion), wenn k die größte Biegungsspannung ohne Rücksicht auf
die vorhandenen Einlagen, { k = !) und ft' bz,v. fl die anteilige Druck- bzw. Zug­armierung· bezeichnet, folgende Ta belle III. Mit diesen Werten läßt sich bei gegebenen Balkenquerschnitt und Biegungsmoment zunächst k und dann die erforderliche Druck- und Zug·einlage direkt bestimmen, so daß die nach den Gleichungen 24, 2 5 und 2 7 berechneten Spannungen sofort die zulässigen Größen erhalten.
Der aus Abb. 27 bis 29 ersichtliche Plattenbalken soll als durchgehender Träger über eine 60 auf 30 cm starke Mittelstütze geführt werden. Welche Zug- und Druckeinlagen muß er über der Stütze erhalten, wenn die Spannweite der zwei Felder je 6,70 m und die gleichmäßig verteilte Belastung für jedes Feld 27454 kg beträgt. Die größten Spannungen sollen 40 kg/qcm im Beton und 1000 kg/qcm im Eisen nicht überschreiten.