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Stahlbau Pichler: Fassade für Quattro Corti Business Centre in Sankt Petersburg

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Alle Fotos: Oskar Dariz

Viele Südtiroler Unternehmen sind Synonym für italienisches Design und deutsche Präzision: Stahlbau Pichler bringt dieses Können nach Russland, in die Zarenstadt Sankt Petersburg, und setzt dort ein Wahrzeichen der zeitgenössischen Architektur um.

Das Business Centre Quattro Corti nach einem Entwurf des Mailänder Architekturbüros Piuarch, der den Wettbewerb Galaxy LLC für die Sanierung und den Wiederaufbau eines großen Geländes in der Stadtmitte gewinnen konnte, wurde in Zusammenarbeit mit dem Südtiroler Unternehmen Stahlbau Pichler errichtet. Das Unternehmen war für die Entwicklung, Herstellung und Umsetzung eines wirklich einzigartigen Fassadensystems zuständig, das als das eigentliche Erkennungszeichen des Baus zu bezeichnen ist, als das Gesicht des Projektes.

Vier Höfe, vier Farben, vier Seelen: der Name des Quattro Corti Business Centre, das in unmittelbarer Nähe der Eremitage und des Newski-Prospekts liegt, basiert auf der grundlegenden Eigenschaft des Projektes: die vier Innenhöfe, die eigens geschaffen wurden, um den Räumen mehr Licht zu verleihen.

Ein introvertiertes Gebäude, wie es von German Fuenmayor bezeichnet wurde, das den Besucher jedoch mit seiner Lebendigkeit und seinen direkten Anklängen an die Innenhöfe der Paläste von Petersburg überrascht, den betriebsamen Schauplätzen der Erzählungen von Dostojewski und Gogol.

Die charakteristischen Farben Gold, Smaragdgrün, Aquamarin und Silber der Verglasungen stellen einen unmittelbaren Bezug zu der einstigen Größe der Zaren her und definieren die Fassaden der Höfe auf diskontinuierliche Weise, wobei interessante Lichtreflexe entstehen.

Das Gebäude erstreckt sich mit seiner Gesamtfläche von 23.500 m² über sechs überirdische Stockwerke, ein Souterrain und zwei unterirdische Stockwerke, in denen sich mechanische Parksysteme befinden.

Das Gelände ist rechteckig und hat eine Größe von 60 x 70 m; 20.000 m² davon sind für Büroräume vorgesehen, auf den verbleibenden Quadratmetern befinden sich ein Boutique-Hotel und das Restaurant Mansarda. Dieses ist im obersten Stockwerk untergebracht und bietet einen atemberaubenden Blick auf die Stadt und die Isaakskathedrale.

Die Einbindung des Gebäudes in seine Umgebung erfolgte anhand  sorgfältiger Studien der städtebaulichen Traditionen der Stadt, wobei ein intensiver Dialog zwischen dem zeitgenössischen Architekturstil und den Fassaden der historischen Residenzen von Sankt Petersburg hergestellt wurde, deren Echo sich in der farbigen Vielfalt der Höfe wieder findet.

Modernität und Effizienz kennzeichnen dieses zeitgenössische Projekt, das sich durch eine gezielte und präzise Anlehnung an das Vorhandene auszeichnet, ebenso wie durch eine konkrete und funktionale Auswahl von energiesparenden Materialien und eine fortschrittliche Bautechnik.

Der Komplex ist in zwei Teile unterteilt: von den vorher bestehenden Gebäuden blieben die Backsteingewölbe erhalten, ebenso wie die Hauptmauern aus Ziegelstein, wobei man die Felsgründungen verstärkte, die auf Holzpfähle gestützt waren. Im neu errichteten Bereich befinden sich hingegen die vier farbigen Innenhöfe.

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