DETAIL 1/2.2026
Aus dem Editorial DETAIL 1/2.2026
Der neue Pragmatismus
Wie kann Architektur trotz knapper Mittel, drängender Aufgaben und begrenzter Ressourcen ihre Versprechen einlösen? Eine neue Generation denkt Bauen anders: pragmatisch, aber nicht einfach. Mit dem Fokus aufs Wesentliche gelingen trotz Sparsamkeit überraschend kreative Experimente. Normen, Bauvorschriften und der gewohnte Standard können kluge Ansätze verhindern – aber auch auslösen. Simpel Bauen bleibt ein komplexes Feld. Wir lassen in dieser Ausgabe erfolgreiche Minimalisten zu Wort kommen.
Je kleiner der Etat, desto wichtiger sind die Freiheiten der Architekturgestaltung, meint Ludwig Zitzelsberger. Für den Architekten der Kunstscheune besteht der Reiz gerade darin, sich auf das Wesentliche zu beschränken. Unsere Redaktion kann er mit sorgfältigen Details wie dem Übergang von gefalteter Dachhaut und -rinne überzeugen. Das Schweizer Büro Holzhausen Zweifel spricht bei dem Projekt für den temporären Busbahnhof über die zum Teil schwierige Kommunikation mit dem Handwerk. Wenn Leitungen sauber verlegt werden sollen, um Verkleidung zu sparen, bedeutet das manchmal doppelte Arbeit – sicher kein Einzelfall. Das spanische Studio Harquitectes verdichtet die Philosophie des Einfachen in einem Mehrfamilienhaus zu einer einzigen Wand, die trägt, dämmt und für ein gutes Raumklima sorgt. Mit einem veredelten Rohbau öffnet das Haus für fünf Frauen in Bosnien Türen für die Zukunft. Kollektiv Ten hat einen Ort für Selbstbestimmung und Gemeinschaft geschaffen.
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