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52 Wochen, 52 Städte - Fotografien von Iwan Baan

Die Ausstellung mit dem Titel »52 Wochen, 52 Städte« im Marta Herford zeigt 60 Fotografien gebauter und besetzter Architekturen als menschlicher Lebensraum aus den verschiedensten Ländern der Welt. Zum ersten Mal erhält der viel gereiste niederländische Fotograf Iwan Baan eine Einzelausstellung in einem deutschen Museum. In den ersten fünf Wochen konnte die Ausstellung bereits über 8.000 Besucher zählen, weshalb sie soeben um sechs Wochen, bis zum 30. März 2014, verlängert wurde.

Ort: Marta Herford, Lippold-Galerie in der 1. Etage, Goebenstraße 2-10, D-32052 Herford
Dauer: 8. Dezember 2013 - 30. März 2014

Schwimmende Schule in Makoko von Kunle Adeymi
Makoko, Lagos, Nigeria: Schwimmende Schule von Kunle Adeymi. Nach Schulschluss okkupieren Menschen aus der Komune das Gebäude und funktionieren es zu einem zwanglosen, zentralen Platz um. Foto: Iwan Baan

In der Ausstellung »52 Wochen, 52 Städte« wird der Besucher gewissermaßen durch ein visuelles Tagebuch geführt, das Iwan Baan das letzte Jahr auf seiner Fotoreise durch die Welt begleitet hat. Der Künstler, selbst ohne fixen Wohnsitz, fotografiert alltägliche Beobachtungen genauso wie anspruchsvolle Architektur und präsentiert sie auf künstlerische sowie sinnliche Art und Weise. Mit anthropologischer Herangehensweise dokumentiert er sowohl Bauwerke als auch deren Aneignung durch die Menschen und stellt besonders die Interpretation des Ortes in den Vordergrund. Hinter jedem Bild steckt eine kleine Geschichte, die er in Form von ausführlichen Erläuterungen kommentiert.

Hindusitisches Festival Kumbh Mela in Allahabad
Larabunga, Nordghana. Die älteste Moschee des Landes ist Treffpunkt für die ganze Gemeinde – ein Ort für Kinderfeste, Modenschauen oder Schulabschlussfeiern. Foto: Iwan Baan
Moschee in Larabunga Nordghana
Allahabad, Indien. Das hinduistische Festival 'Kumbh Mela' ist das größte religiöse Treffen der Welt.<br>Foto: Iwan Baan
Blick auf die Küste von Fogo Island Neufundland
Fogo Island, Neufundland, Kanada. Auf dem Land der sieben Jahreszeiten, ändert sich das Wetter von einem Augenblick auf den anderen. Foto: Iwan Baan

Bei der Ausstellungseröffnung am 8. Dezember 2013 war Iwan Bahn persönlich vor Ort und hielt einen Vortrag über sein Schaffen und Reisen rund um den Globus.

Ausstellungseröffnung Iwan Baan
Ausstellungseröffnung, Iwan Baan, Foto: Hans Schröder © Marta Herford
Ausstellungseröffnung Galerie
Ausstellungseröffnung, Fotos: Hans Schröder
Ausstellungseröffnung Besucher
© Marta Herford

Viele der Fotos wurden vom Hubschrauber aus aufgenommen. Aus der Vogelperspektive erkundet der Fotograf urbane Zusammenhänge und gewährt somit einen atemberaubenden Blick von einem eher unkonventionellen Standpunkt. Bilder wie der Stromausfall in Teilen Manhattans nach Hurrikan Sandy oder der architektonische Wildwuchs des Kairoer Vororts Zabaleen wären uns ansonsten vorenthalten geblieben.

Stromausfall in Lower Manhattan von oben
New York City, USA. Stromausfall in Lower Manhattan nach Hurrikan Sandy. Foto: Iwan Baan
Zabaalen Kommune in Kairo von oben
Kairo, Ägypten. Die Zabaalen, eine Kommune koptischer Christen, arbeiten als inoffizielle Abfallsammler der Stadt. Foto: Iwan Baan
Unterirdische Höhlenwohnungen in Sanmenxia China
Sanmenxia, China. Die gesamte Landschaft wurde verändert, um Platz unterirdische Höhlenwohnungen Platz zu schaffen. Foto: Iwan Baan
Dichte der städtischen Landschaft von Sao Paolo
Sao Paulo, Brasilien. Extrem hohe Dichte der städtischen Landschaft, die sich endlos auszudehnen scheint.<br>Foto: Iwan Baan

»Was ich aber besonders faszinierend finde, ist, was geschieht, wenn die Architekten und Planer weg sind, und die Orte von Menschen vereinnahmt werden«. Iwan Baan

Trotz seiner Behauptung, nicht viel Ahnung von Architektur zu haben, reißen sich renommierte Architekten wie Rem Koolhaas, Toyo Ito oder Zaha Hadid um ihn und lassen ihre Bauwerke exklusiv von ihm fotografieren. Sein eigenwilliger Blick sowie seine physische Einsatzbereitschaft sind wohl zwei Eigenschaften, die Menschen fasziniert und seine Bilder besonders machen.

Aufblasbarer Konzertsaal in Matsushima Japan
Matsushima, Japan: Der aufblasbare Konzertsaal von Anish Kapoor und Arata Isozaki liegt wie eine riesige Aubergine mitten in der japanischen Landschaft. Foto: Iwan Baan
Atelier von Todd Saunders auf Fogo Island in Neufundland
Fogo Island, Neufundland, Kanada: Atelier von Todd Saunders. Foto: Iwan Baan
Einfamilienhaus von Sou Fujimoto in Osaka Japan
Osaka, Japan: Einfamilienhaus von Sou Fujimoto. Foto: Iwan Baan
Baku, Aserbaidschan: Heydar-Aliyev-Kulturzentrum von Zaha Hadids. Eine extravagante, die ganze Stadt umfassende Verschönerung. Foto: Iwan Baan

Begleitprogramm

Rahmenprogramm
Öffentliche Führungen: an folgenden Samstagen und Sonntagen 2014: 1.2. und 2.2. | 8.2. und 9.2., jeweils um 12 und 15 Uhr
Sonderführung: mit dem Ausstellungsmacher Dr. Michael Kröger. Dienstag, 4. Februar 2014, von 16 bis 17 Uhr
Private Führungen: auf Deutsch, Englisch und Niederländisch. Informationen und Buchungen unter Tel. 05221-994430-15 (Di bis Fr 9-16 Uhr) oder an bildung@marta-herford.de
Marta einundzwanzig: Mittwoch, 5. Februar 2014, 18 - 21 Uhr. Gesprächsabend zum Thema Fotografie mit fachkundigen Vertretern. Die Marta Kunstsprecher geben in den »Kunstmomenten« kurze Einführungen zu der Ausstellung und stehen für Fragen zur Verfügung.
Letzte Blicke Führung: Sonntag, 16. Februar 2014, 15 Uhr. Persönlicher Rundgang mit dem Künstlerischen Direktor Roland Nachtigäller am letzten Ausstellungstag.

Kunstvermittlung
Workshop zur Architekturfotografie »Raumeroberungen« mit der Künstlerin Sarah Strassmann: Samstag, 25. und Sonntag, 26. Januar 2014, jeweils von 11 bis 16 Uhr.
Fotografie und Mensch - Wir und die Anderen: Samstag, 22. und Sonntag 23. Februar 2014, jeweils von 11 bis 16 Uhr
Fotografie und Objekt - Die Ordnung der Dinge: Samstag, 22. und Sonntag, 23. März 2014, jeweils von 11 bis 16 Uhr.
Kursgebühr: je 65 Euro, Maximale Teilnehmeranzahl: 10 Personen, Mitzubringen: Digitale Kompakt- oder Spiegelreflexkamera, Stativ, Laptop, Mittagsimbiss.
Klick - Kinderworkshop zur Camera Obscura mit der Fotografin Marta Rozej: Samstag, 1. Februar 2014, 14 bis 18 Uhr. Alter: ab 10 Jahren, Kursgebühr: 15 Euro
Anmeldung: bildung@marta-herford.de oder unter Tel. 05221-994430-15

Stichworte:
Dieser Artikel ist aus dem Heft:
DETAIL 3/2014

»Konzept« Verdichtet wohnen

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