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Fischerwerkstätten, Bonifacio, BuzzoSpinelli Architecture

Am Fuß der Klippen: Fischerwerkstätten in Bonifacio

Die 3000-Einwohner-Gemeinde Bonifacio an der Südspitze von Korsika ist für ihre einzigartige Lage bekannt: Die von dicken Festungsmauern geschützte Altstadt liegt auf einer 70 Meter hohen, steil zum Wasser abfallenden Halbinsel und wird von einer fjordartigen Bucht vom Rest der Insel getrennt. Am Fuß des Festungsbergs umgeben Wohnhäuser des 19. und 20. Jahrhunderts die Bucht, die als beliebter, weil natürlich geschützter Fischerei- und Yachthafen genutzt wird.

Gegenüber der Altstadt steigt das Gelände ebenso steil an und geht dann in ein von Buschwerk bestandenes Hochplateau über. Am Fuß der Kalksteinklippen haben die Architekten BuzzoSpinelli für die örtliche Fischereikooperative ein Mehrzweckgebäude geschaffen, das 20 Werkstätten und Lagerräume, einen Versammlungsraum und ein Büro umfasst. Außerdem hat im Obergeschoss die SNSM (Société Nationale de Sauvetage en Mer), das französische Pendant zur DLRG, einen Büroraum erhalten. Unter dem zum Wasser weit auskragenden Vordach können kleine Fischauktionen stattfinden.

Der Name des Projekts, »L’Ortu Duzzi«, ist zugleich eine alte Ortsbezeichnung und bedeutet auf Korsisch »Garten mit Süßwasser«. Eine kleine Quelle bot hier früher die Grundlage für reiche Vegetation. Heute hat das Umfeld eher mineralischen Charakter, und diesen griffen auch die Architekten mit ihrem Neubau auf. Die teilweise von innen gedämmten Sichtbetonwände tragen sichtbar die Spuren der rauen Bretterschalung. Die Abdrücke der breiten Planken lassen die Oberfläche auf den ersten Blick an Mauerwerk erinnern.

Die Glasschiebetüren an der Südfassade erhielten Schiebeläden aus Niangon-Tropenholz, das auch im Schiffsbau verwendet wird. Zwischen den schmalen Lamellen gelangt auch im geschlossenen Zustand noch etwas Tageslicht ins Innere. Auf dem langgestreckten »Oberdeck« des Hauses liegen 30 mm starke Steinzeugplatten, die farblich mit den Sichtbetonwänden korrespondieren. Während man von der Dachterrasse freien Blick über die Bucht Richtung Altstadt genießt, wird in den überdachten Freibereichen des Erdgeschosses eher die Nähe zum Land spürbar. Nur etwas mehr als ein Meter trennt das Haus stellenweise von der Felswand, die gleichsam einen natürlichen hinteren Raumabschluss bildet.

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Weitere Informationen:

Tragwerksplaner:
ISB BET
TGA-Planer: B52 BET
Kostenplaner: Eco SudIngénierie

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