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Foto: Iwan Baan

Arbeiten im Grünen: Workspace Second Home Lisboa

Nur eine Straße trennt den belebten Mercado da Ribeira vom Ufer des Tejos. Zwischen regem Markttreiben und Feinschmeckern gibt es über den Verkaufsflächen seit Neuestem auch Büros. Second Home ist ein Unternehmen, das sich die Potenziale der verschwimmenden Grenzen von Leben und Arbeit zum Programm macht. Nach London eröffnen sie mit Second Home Lisboa bereits die zweite Zweigstelle ihres flexiblen Arbeitsplatzkonzepts. Die auf 12.000 Quadratmetern verteilten 250 Arbeitsplätze können von Firmen in verschiedenen Paketen angemietet werden. Ob als permanente Mitgliedschaft oder mit eingeschränkten Nutzungszeiten – allen Bedürfnisse werden abgedeckt. Die Nutzer profitieren je nach Wunsch von einem privaten oder gemeinschaftlichen Arbeitsumfeld. Das Konzept beruht auf der Interaktion und dem Austausch, die die kreativen Prozesse fördern sollen.

Das Herzstück bildet der große, offen gehaltene Arbeitsbereich. Dieser zeigt sich weiß, gelb und vor allem grün. Gefüllt mit rund 1.000 Pflanzen erinnert der Raum eher an eine Zweigstelle des botanischen Gartens, als an ein Büro. Die Pflanzen bereichern den Arbeitsbereich nicht nur auf optischer Ebene. Sie verbessern die Luft im Raum, dämpfen Geräusche und sorgen für Gemütlichkeit. Gemeinsam mit einem Flächenstrahlungssystem, das sowohl heizt als auch kühlt und mit gezielter Querlüftung erzielt man in dem Bereich unter dem Dach stets ein angenehmes Arbeitsklima.

Unverkleidet aber farblich angepasst liegt die Konstruktionsebene des flachen Giebeldachs nach innen sichtbar. Sie geht direkt in die lastabtragenden Stützen über und strukturiert so den Raum. Die Längswände sind durchgehend verglast. Beide Stirnseiten hingegen bilden einen massiven Abschluss. Lediglich ein halbkreisförmiges Fenster gewährt Einblicke unter das innovative Dach.

Auch die Gestaltung der Arbeitsplätze grenzt sich klar von der Einrichtung herkömmlicher Büros ab: Anstatt viereckiger Tische gibt es großflächige Elemente, die den Raum zonieren. Ihre Formen sind immer anders ausgebildet, schlängeln sich wie eine lebendige Landschaft durch den Raum. Es entstehen kleinere Nischen oder größere Ausbuchtungen, die mehr Privatsphäre bieten. Bei den Stühlen und Lampen handelt es sich um einen bunten Mix verschiedener Designer und Stile. Statt monotoner Serieneinrichtung setzt man auf Diversität, die den Büroraum gliedert und ihm einen heimeligen Charakter verleiht.

Neben dem hellen, offen gestalteten Arbeitsbereich gibt es gemeinschaftlich genutzte Mehrzweckflächen wie Bibliothek, Café und Bar, Erholungs- und Veranstaltungszonen, sowie abgeschlossene Konferenzräume. Während sich der gelbe Boden des Büros fortsetzt, ist das Dach in ein dominantes Blau getaucht.

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