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The Little Art Studio, Chen+Suchart Studio, Foto: WINQUIST PHOTOGRAPHY, Matt Winquist

Atelier in der Wüste: The Little Art Studio von Chen+Suchart

Das Projekt befindet sich auf einem nach Süd und Ost von Straßen begrenzten Eckgrundstück. Dieses ist geprägt von der wüstenartigen Landschaft, eines, aus mehreren Baukörpern bestehenden, Gebäudeensembles, einer gemeinschaftlichen Feuerstelle im Freien sowie einer rinnenförmigen Abspülung die sich schräg durch den Bauplatz pflügt. Chen+Suchart Studio gestalten die Erweiterung des Wohnhauses als schlichten, eingeschossigen Quader. Während er mit der nördlichen Querseite an den Bestand anschließt, ist die gegenüberliegende Fassade leicht abgeschrägt und öffnet sich zur umgebenden Natur hin, mit Ausblick auf die Bergwelt.

Anstatt eines klassischen Plattenfundaments koppeln Chen+Suchart Studio das Atelier lediglich über sechs Punkte an den Boden. Zwei längs verlaufende Stahlträger verbinden die Auflager mit dem Baukörper. Dadurch scheint das Volumen regelrecht über dem Grund zu schweben. Neben optischen Vorteilen macht dies den Anbau resistent gegen etwaiges Schwemmwasser und Erosion. Der Eingang von außen befindet sich an der südlichen Ecke, wo fünf zylinderförmige Volumina in verschiedenen Höhen eine Art Treppe bilden. Vom Bestandsgebäude her gibt es einen internen, direkten Zugang.

Sämtliche Fassaden sind in großformatige Plattenelemente gekleidet und verleihen dem Gebäude einen minimalistischen Charakter, der sich klar von der Gestaltung des vorhandenen Baukörpers abhebt. Witterungsbeständige Stahlpaneele und Wärmedämmverglasungen mit reflektierender Beschichtung spiegeln rundum die karge, von Kakteen geprägte, Vegetation in den Ansichten und lassen das Studio mit der Natur verschmelzen. Ein Oberlicht an der Ostseite, die raumhoch verglaste Südecke und eine enorme, zentralöffnende Glasschiebetür umrahmen den Blick in die Wüstenlandschaft und holen diese in die Innenräume.

Das Innere des Studios ist offen gestaltet. Lediglich im Nordteil gibt es mit dem Lager und einer Nasszelle abgetrennte Bereiche. Die restliche Fläche nimmt der große Atelierraum ein. Dieser kann durch verschiebbare Trennwände bei Bedarf strukturiert oder zoniert werden. Nahtlos eingelassene Licht- und Hängeleisten sind die einzigen Eingriffe in die sonst zur Gänze weißen Wände – das Design rückt in den Hintergrund und lenkt den Fokus ganz auf die Kunstwerke, die entweder in Produktion sind, oder bereits im Little Art Studio präsentiert werden.

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