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MVRDV Ausstellung »Minding the Digital«, Foto: Zhang Chao

Auf dem Weg in die Zukunft – Design in der digitalen Welt

»Minding the Digital« ist die erste Ausstellung im neuen Sea World Culture and Arts Center in Shenzhen, China. Eröffnet wurde das von Fumihiko Maki entworfene Museum erst im Dezember 2017. Die Design Society, welche die Verantwortung für »Minding the Digital« trägt, ist nur in einem Teil des Komplexes untergebracht.

Ausgestellt werden 60 Entwürfe, wie Möbel, Kunstwerke, Kleidung und architektonische Experimente von chinesischen und internationalen Designern. Relevant ist die Thematik der digitalen Technologien vor allem in China, weil das Land sich in den letzten zehn Jahren verstärkt in eine moderne digitale Richtung verändert hat.

Die Idee von MVRDV zum Design der Ausstellung verteilt sich räumlich auf zwei Ebenen. Im Erdgeschoss des Ausstellungsbereichs befindet sich ein Labyrinth der Ideen. Der Fokus liegt auf den Produkten selbst, welche durch verschiedene farbig belichtete Räumen in den Mittelpunkt rücken. Es werden unter anderem 3D-gedruckte Schuhe von Zaha Hadid oder der Maker Chair von Joris Laarman gezeigt. In jedem der gezeigten Stücke steckt eine digitale Technologie – sei es nun das Entwurfsprogramm am Computer oder der Herstellungsprozess – ohne die solch eine Form nicht realisierbar gewesen wäre.

Durch Schächte im Boden dringt Licht aus dem Erdgeschoss in das darüberliegende Stockwerk und in das Amphitheater und verbindet die beiden Ebenen miteinander. Das obere Podium symbolisiert »die Erleuchtung«, nach dem Durchwandern des »Digitalen« im Labyrinth darunter. Das große, in weiß gehaltene Amphitheater lädt Besucher dazu ein, zu verweilen und über das Gesehene zu reflektieren. Es finden auch Workshops statt, die dem Besucher die Möglichkeit geben, die unten gesehenen Methoden direkt selbst auszuprobieren und zu erlernen.

Im Außenbereich und auch in der Ausstellung sind mehrere Pavillons vom ICD (Institute for Computational Design) der Universität Stuttgart aufgestellt. Die Entwürfe zeigen Prototypen, die durch einen parametrischen Prozess konstruiert wurden.

Die Ausstellung ist in drei größere Themenbereiche unterteilt. Immer wieder wird dem Besucher digitaler Fortschritt und Innovation auf teils visuelle und auch interaktive Weise näher gebracht. Der Betrachter nimmt an der Ausstellung spielerisch und durch Partizipation direkt teil und kann so ein eigenes Verständnis für Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des digitalen Designs erlangen.

Mehr Informationen zur Ausstellung finden Sie hier.

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