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BDA Berlin vergibt erstes Tibes-Stipendium

2012 erhalten erstmals zwei in Berlin Architektur-Studierende eine einjährige Förderung in Höhe von jeweils 5.000 Euro: Carmen Gómez Maestro (TU Berlin) für ihr Projekt »Bau- und Konzeptlösungen zur Erhaltung des Erbes durch Reclamation Materials« in Chile sowie Bastian Beyer (UdK) für sein Projekt »Growing Structures«.

32 Bewerbungen von Studenten, Doktoranden und Absolventen der Berliner Hochschulen wurden für das Tibes-Stipendium eingereicht. Die Jury mit Thomas Kaup (Architekt BDA, Vorsitzender des BDA Berlin), dem Stifter des Stipendiums Bernd Tibes (Architekt BDA), Kaye Geipel (Architekturjournalist) und Prof. Dr. Karin Wilhelm (Professorin für Geschichte und Theorie der Architektur und Stadt, TU Braunschweig) entschied im Mai 2012 nach einem Gespräch mit den vier Bewerbern der engeren Wahl über die Vergabe des Stipendiums. Die Ausweitung auf zwei Stipendien war kurzfristig durch eine anonyme Zuwendung möglich geworden.

Tibes-Stipendium des BDA Berlin für Architekturstudenten

Die Stipendiaten
Carmen Gómez Maestro, Jahrgang 1988, studiert im 12. Semester Architektur an der TU-Berlin. Mit ihrem Projekt »Reclaiming Materials« baut sie auf einem Kooperationsprojekt zwischen der TU Berlin und der Katholischen Universität von Santiago (Chile) auf, in dessen Rahmen sie sich 2010 und 2011 dem Wiederaufbau in von Erdbeben zerstörten historischen Städten in Chile widmete.

Am Beispiel einer Fallstudie will Gómez Maestro Ansätze für den Wiederaufbau bzw. Erhalt historischer Gebäude untersuchen und weiterentwickeln, welche die Nutzung von Materialien aus zerstörter Bausubstanz einbeziehen. Die Jury überzeugte Gómez Maestro dabei mit ihrer präzisen Analyse der Problematik und mit ihrem vielversprechenden Konzept, die wiedergewonnenen Materialien und Bauteile unter Beibehaltung ihrer ursprünglichen Form einer neuen Bestimmung zuzuführen mit dem Ziel, Spuren der Geschichte sichtbar zu machen und die Identifikation der Bewohner mit ihrer wiedererrichteten Umgebung zu stärken.

Bastian Beyer, Jahrgang 1985, studiert im 9. Semester Architektur an der UdK. In seinem experimentellen Projekt »Growing Structures« will er die Entwicklung, Produktion und Einsatzmöglichkeiten alternativer Schalungs- und Tragsysteme aus nachwachsenden Rohstoffen untersuchen und weiterentwickeln. Die Jury überzeugte Beyer durch die Initiative, erfinderische Kreativität und seinen Mut zum Experiment, die sich in seinen ersten realisierten Prototypen für Bauteile auf Zellulose-Basis zeigte.

Beyer möchte das Tibes-Stipendium dazu nutzen, seine Experimente mit Strukturen aus nachwachsenden Materialien – darunter solche auf Zellulose-Basis – weiterzuführen und Prototypen in Originalgröße zu entwickeln. Große Chancen für Einsatzmöglichkeiten sieht die Jury unter anderem für temporäre Nutzungen wie Notunterkünfte.

Die Ergebnisse der Projektarbeiten von Carmen Gómez Maestro und Bastian Beyer im Rahmen der Stipendien werden im Herbst 2013 im Rahmen der Preisverleihung der Nachwuchsförderpreise des BDA Berlin (Hans-Schaefers-Preis, Daniel-Gössler-Belobigung) öffentlich präsentiert und je nach Form der Arbeit in den Räumen des Landesverbandes Berlin ausgestellt.

Das Tibes-Stipendium
Mit dem Stipendium, das in 2012 erstmalig ausgelobt und künftig alle drei Jahre vergeben wird, unterstützt der BDA Master- und Diplom-Studierende, Absolventen sowie Doktoranden, die an einer Berliner Hochschule eingeschrieben sind. Bei der Realisierung von Studienvorhaben im Bereich von Architektur und Bauen, Architekturvermittlung, Architekturtheorie und Architekturgeschichte. Gefördert wird die Erarbeitung von spezifischen Entwürfen, empirischen und theoretischen Untersuchungen, Doktorarbeiten und sonstigen architektonischen, architekturtheoretischen oder bauproduktionsbezogenen Arbeiten. Die Fördersumme wurde von den Namensgebern des Stipendiums Bernd und Constanze Tibes gestiftet. Auslobung und Organisation der Stipendien obliegen dem BDA Berlin.

Weitere Informationen:
BDA Berlin
Petra Vellinga
Telefon: 030/88683206
Email: vellingado not copy and be happy@bda-berlindot or no dot.de

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