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Behnisch Architekten siegen beim Velux Architekten-Wettbewerb 2014

Bei einer Leserabstimmung des Bauherrenmagazins „Wohnglück“ erhielt das Projekt „Lofthäuser Kolbermoor“ 38,8 % der abgegebenen Stimmen. Die zwölf neuen Einfamilienreihenhäuser sind von einer vertikalen Offenheit geprägt. Diese wird durch eine offene Treppe, eine Galerie im Wohnraum sowie einen mittig angeordneten Patio erreicht, der sich bis ins erste Obergeschoss durchzieht. Dieser mit einem elektrisch zu öffnenden Velux-Dachfenster überdeckte Raum schafft eine angenehme Raumatmosphäre und versorgt die angrenzenden Räume mit Tageslicht und frischer Luft.

Lofthäuser Kolbermoor von Behnisch Architekten, München. Foto: archimage / Meike Hansen

Platz 2 des unter dem Motto „Licht . Raum . Mensch“ stehenden Wettbewerbs belegte die Kinderkrippe „Luise-Bayerlein-Haus“ von Raum und Bau GmbH mit 17,9 % der Stimmen, knapp vor der Dachaufstockung „Notariat unter dem Dach“ von Hofstadt Architekten (17,4 % ). Die Jury vergab zudem einen Newcomer-Sonderpreis und einen Jurypreis für die beste Einreichung (siehe unten).

Genaueres zu den Projekten erfahren Sie im DETAIL Bericht über die nominierten Projekte. Alle nominierten und ausgezeichneten Projekte werden zudem in einer Broschüre umfassend dokumentiert, die der DETAIL beigelegt wird.

Luise-Bayerlein-Haus, Vaterstetten, von Raum und Bau GmbH
Luise-Bayerlein-Haus, Vaterstetten, von Raum und Bau GmbH. Foto: Lothar Sprenger
Notariat unter dem Dach, München, von Hofstadt Architekten
Notariat unter dem Dach, München, von Hofstadt Architekten. Foto: Hofstadt Architekten

Das Gewinnerprojekt des diesjährigen Velux Architekten-Wettbewerbs konnte bereits in der ersten Wettbewerbsphase eine unabhängige Fachjury überzeugen. Dieser gehörtenan: die Vorsitzende Gabriele von Kardorff (Kardorff Ingenieure Lichtplanung), die Vorjahressieger Philippe Frey aus Stuttgart sowie Werner Frosch (Henning Larsen Architects), Prof. Hilde Léon (Léon Wohlhage Wernik), Andreas Förstel (Redaktionsleiter Wohnglück), Meike Weber (Verlagsleitung DETAIL) und Velux-Geschäftsführer Dr. Sebastian Dresse.

„Den Gewinnern ist eine hervorragende Umsetzung des Wettbewerbsthemas gelungen. Dank des doppelgeschossigen, mit Velux Dachfenstern überdeckten Patios wirken die Neubauten licht, hell und offen und bieten einen hohen Wohnwert“, würdigt Dr. Dresse den Sieger. Das Büro erhält neben dem Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro vor allem Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit: Das Gewinnerprojekt wird das zentrale Motiv einer Anzeigenkampagne von Velux in der Architektur-Fachpresse.

Zum ersten Mal vergab die Jury in diesem Jahr einen mit 1.000 Euro dotierten Jurypreis für die beste Einreichung in Bezug auf die in der Auslobung formulierten Wettbewerbskriterien. Die Wahl fiel auf Hoffmannarchitekt mit ihrem Projekt „Umbau Seitengebäude Westermühlstraße“. Für die neue Nutzung als Büro wurde dabei eine ehemalige Metallbauwerkstatt in München unter Einbeziehung denkmalpflegerischer Auflagen rekonstruiert und durch die intelligente Platzierung von drei Velux Flachdach-Fenstern optimal belichtet.

Um auch junge Architekturbüros und junge freischaffende Architekten zu unterstützen, vergab die Jury des Velux Architekten-Wettbewerbs auch in diesem Jahr den mit 1.000 Euro dotierten Newcomer-Sonderpreis. Diesen gewannen die DBCO GmbH für das Projekt „Umbau und Modernisierung des Instituts für Neutestamentarische Textforschung“. Der Ausbau des kleinen Dachgeschosses überzeugte die Jury mit der vorteilhaften Positionierung der Dachfenster, die den Tageslichteinfall von drei Seiten bewirken und durch die Einbauten bis auf Brüstungshöhe wie eine klassische, seitliche Belichtung erscheinen. So entsteht eine stimmige Lichtatmosphäre, in dem sich das Verhältnis von Kontrast und Helligkeit gegenseitig stärkt.

Der Velux Architekten-Wettbewerb honoriert seit 2005 Architekten, die die natürlichen Elemente Licht und Luft sowohl im Neubau als auch im Bestand gezielt einsetzen, um eine ganzheitliche Atmosphäre zu schaffen und den Komfort und das Wohlbefinden der Menschen zu steigern.

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