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BIM World MUNICH 2017, Messe, Digitalisierung

BIM World MUNICH 2017 – digital, vernetzt, erfolgreich

Zum zweiten Mal und mit besseren räumlichen Rahmenbedingungen fand am 28. und 29. November die BIM World MUNICH im ICM an der Messe München statt. Die BIM World ist eine ideale Plattform für alle am Bau Beteiligten, sich über den aktuellen Stand von BIM-Lösungen und -Anwendungen zu informieren – und das mit internationalem Blick. Das umfangeiche Vortragsprogramm spannte den Bogen zwischen dem, was heute bereits umsetzbar ist und dem, was BIM als Baustein der Digitalisierung des Bauwesens zukünftig noch bieten wird. Das Interesse der Besucher war groß und brachte die zur Verfügung stehenden Vortragssäle mehrmals an die Kapazitätsgrenze. Ergänzend wurde an den Ständen von über 120 Ausstellern mit Platzhirschen und Newcomern lebhaft diskutiert, Chancen und Möglichkeiten von BIM ausgelotet, aber ebenso offen über Risiken und Herausforderungen der Planungsmethode debattiert.

Zentrale Themen waren dabei weiterhin fehlende Leit- und Richtlinien für BIM-Prozesse sowie deren Vergütung, die noch bestehenden Schwierigkeiten beim plattformübergreifenden Datenaustausch sowie die Bereitstellung von produktneutralen Ausschreibungsdaten. Open BIM als offener Austauschstandard und IFC als Austauschformat sind weitestgehend gesetzt, doch an den Details und der Implementierung in die Software und Planungsprozesse muss kontinuierlich weitergearbeitet werden. Eindeutiger Tenor zu diesem Kernthema: es geht nur gemeinsam! Nur abwarten und die Verantwortung abschieben bringt weder Anbieter noch Anwender weiter. Anforderungen definieren, Probleme erkennen und daraus Lösungen entwickeln, heißt es daher für alle Beteiligten. Deutlich wurde aber auch – hat man sich einmal auf die neue Planungsmethode und die veränderten Bauprozesse eingelassen, bieten sie faszinierende Möglichkeiten. Das Bauen und Betreiben von Gebäuden wird BIM und die digitale Planung, so waren sich alle vor Ort sicher, langfristig auf ein anderes Level heben. Und es sind es nicht nur Aspekte wie eine verbesserte Effizienz im Planungs- und Bauprozess, eine neue Qualität in der Kommunikation aller Planungsbeteiligten untereinander oder weniger Baufehler Dank der Kollisionskontrolle bereits in der Planungsphase. Die gestalterische Qualität der Architektur liegt in der BIM-Planung nach wie vor bei den Architekten und diese sollten sie sich auch nicht aus der Hand nehmen lassen: »Für die Architekten bieten sich großen Chancen über den gesamten Bauprozess hinweg«, betonte Christiane Degenhart, Präsidentin der Bayerischen Architektenkammer, und führte weiter aus: »man muss sie nur erkennen und annehmen. Denn erst wenn die Prozesse laufen, können auch die passenden Regelwerke folgen.«

Die Zusammenkunft und die Kommunikation aller Akteure der gesamten Wertschöpfungskette ist also eine wichtige Voraussetzung für die weitere erfolgreiche Digitalisierung des Bauwesens. So ist BIM heute weit mehr als »nur« eine Planungsmethode – BIM, Building Information Modeling, ist die Eintrittskarte in die digitale Welt des Planens Bauens und Betreibens der Zukunft.

Die nächste BIM World MUNICH findet am 27. und 28. November 2018 statt.

Weitere Informationen: bim-world.de

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