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Holzgebäude, Brand, Feuer, Sicherheit, Brandsicherheit, TIMpuls, TU München, TU Braunschweig, Hochschule Magdeburg-Stendal, Institut für Brand- und Katastrophenschutz Heyrothsberge, Brandschutzmaßnahmen, Simulation

Brandschutz im Holzgeschossbau

Anfang 2021 machten mehrere Großbrandversuche auf dem Universitätscampus in Garching bei München auf eine brandaktuelle Thematik aufmerksam: Wie sicher sind mehrgeschossige Holzgebäude im Fall eines Feuers? Obwohl die Nachfrage nach der Bauweise steigt, fehlt in Deutschland ein detailliertes Regelwerk für die brandschutzgerechte Umsetzung solcher Bauten. Der Aufstellung umfassender Regularien gehen nun Forscher der Technischen Universität (TU) München gemeinsam mit Kollegen der TU Braunschweig, der Hochschule Magdeburg-Stendal und des Instituts für Brand- und Katastrophenschutz Heyrothsberge im laufenden Projekt TIMpuls nach. Mithilfe realer Großbrandversuche sollte nun die These validiert werden, dass mehrgeschossige Holzbauten bei Feuer genauso sicher sind wie etwa Gebäude aus Stahlbeton oder Mauerwerk.

Für das Experiment bauten die Wissenschaftler Brandräume im Maßstab 1:1, die mit Holz vollgestellt waren. Die Methode diente der Simulation einer realen Brandlast eingerichteter Wohnungen. Es wurden verschiedene Holzbauweisen und Brandschutzmaßnahmen betrachtet, auch der zunehmend nachgefragte Ausbau mit sichtbaren Holzelementen wurde simuliert.

Im Ergebnis bestätigte sich, dass hohe Holzgebäude bei Einhaltung bestimmter Baumethoden selbst den Vollbrand einzelner Wohnungen sicher überstehen. Indem also Rahmenbedingungen aufgezeigt werden, unter denen sicher mit Holz gebaut werden kann, soll nun eine Basis für die Regelwerke geliefert werden. Eine reale Umsetzung für die Bauordnung bleibt dennoch Aufgabe der Politik. „Unser Ziel ist es, das Bauen bis zur Hochhausgrenze, also bis 22 m, im gesamten Bundesgebiet geregelt zu ermöglichen“, erklärte Thomas Engel vom Lehrstuhl für Holzbau und Baukonstruktion der TU München anlässlich der Experimentreihe. Stefan Winter, Leiter des Lehrstuhls, erläuterte dazu: „Wenn wir zeigen können, dass die Tragfähigkeit des Holzgebäudes auch nach zwei Stunden Vollbrand erhalten bleibt, kann davon ausgegangen werden, dass in Deutschland die Feuerwehr längst vor Ort ist.“

Weitere Informationen unter:
www.tum.de

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Etwa 400 verbaute Messstellen und Sensoren gaben den Forschern und der Feuerwehr Aufschluss über Temperaturen in unterschiedlichen Wandtiefen, über das Flammenbild und die freigesetzte Energie.

Foto: Fabian Vogl/TUM

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Foto: Fabian Vogl/TUM

Dieser Artikel ist aus dem Heft:
DETAIL 4/2021
4/2021

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