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C.A.R.L., Schmidt Hammer Lassen Architects, Foto: Margot Gottschling, Michael Rasche

C.A.R.L. – Forschungscampus von Schmidt Hammer Lassen Architects

Städtebaulich gesehen fügt sich das C.A.R.L. an der Schnittstelle zwischen den bestehenden Campussen Mitte und West ein. Es springt in der Gebäudeflucht der angrenzenden Bauten zurück und spannt so einen Platz auf, der zur Interaktion anregen soll. Das Central Auditorium for Research and Learning widmet sich auf rund 14.000 Quadratmetern der interdisziplinären Forschung. Elf Hörsäle verschiedener Größen, Arbeitsplätze und Gemeinschaftsbereiche bieten Platz für mehr als 4.000 Studenten. 

Die gesamte Kubatur zeigt sich nach außen geschlossen und masiv – nicht zuletzt wegen der Anforderungen, die das Raumprogramm an die Gebäudehülle stellt. Der Grundriss ist rechteckig und auf den ersten Blick relativ unspektakulär. Über vier Geschosse, fügen sich hier die Hörsäle und übrigen Räume aneinander. Das Herzstück bildet ein verglastes Atrium, das die beiden massiven Körper mit seiner luftigen, großzügigen Gestaltung regelrecht aufzubrechen scheint. Es fungiert als transparenter Ort des Aufeinandertreffens und des Austausches.

Bei der Fassadengestaltung setzt man auf schwarze Platten, die von farbigen Akzenten aufgelockert werden. Sie machen die Geschosse nach außen hin ablesbar und strukturieren die schlichte Geometrie. Die Platten sind im Hochformat aneinandergereiht und werden immer wieder von schmalen, farbigen Streifen durchzogen, die die uniformen Ansichten auflockern. Sie ziehen sich aber nicht von unten nach ganz oben durch, sondern folgen den Höhen der Geschosse. Das Atrium ist durchgehend verglast, führt aber mit seinen schmalen Rahmenkonstruktionen die Struktur der geschlossenen Ansichten fort. Sein transparenter Charakter wird vor allem bei Dunkelheit deutlich sichtbar – dann erscheint das Atrium wie ein Leuchtkörper zwischen den zwei massiven Volumina.

Schon beim Betreten des Baus eröffnen sich dem Besucher die imposanten Ausmaße des Komplexes. Sämtliche Räume organisieren sich rund um den offenen Mittelteil. Während sich die beiden größten Auditorien linker Hand befinden, sind entlang der rechten Seite kleinere Hörsäle und Räume untergebracht. Zwei gegenläufige Treppen bilden den offenen Erschließungskern. Sie strukturieren den Innenraum und fassen gleichzeitig die verschiedenen Niveaus zusammen. In Kombination mit Brücken und immer unterschiedlich großen Terrassen entsteht ein gestaffelter Raumeindruck, der dem immensen Bau eine gewisse Leichtigkeit und Verspieltheit verleiht und zum Verweilen einlädt. Er spiegelt die Entwurfsintention der Architekten wider: einen dynamischen Raum der Forschung und des Wissensaustauschs zu schaffen.

Während sämtliche Oberflächen in der Erschließungszone durchwegs hell gehalten sind, greifen die beiden Treppen das Schwarz der Fassade wieder auf. Auch die farbigen Akzente setzen sich in den Innenräumen fort. Handläufe in der Lobby, Leit- und Orientierungssystem oder Sitzflächen im Hörsaal, immer wieder lockern Farben die Oberflächen aus Sichtbeton und Holz auf.

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