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Choreographie der Massen

Sport begeistert und mobilisiert die Massen – unabhängig von anstehenden Großevents wie Fußball-Europameisterschaft oder Olympische Spiele. Eine Ausstellung in der Akademie der Bildenden Künste in Berlin geht der Wechselwirkung von Sport, Architektur und Fankultur nach. Der Bogen spannt sich vom sakralen Hintergrund des Wettkampfes in der Antike bis zur heutigen Politisierung und Kommerzialisierung.

Ort: Akademie der Künste, Pariser Platz 4, 10117 Berlin (S + U Brandenburger Tor)
Eröffnung: 5. Juni 2012, 18 Uhr
Dauer: 6. Juni - 12. August 2012

Olympiastadion Kiew, gmp Architekten, Foto: Marcus Bredt
Olympiastadion Kiew, gmp Architekten, Foto: Marcus Bredt

Die Akademie der Künste widmet sich aus Anlass der Fußball-Europameisterschaft 2012 einem Schlüsselthema des öffentlichen Raumes: dem Stadion als Ort der Inszenierung von Massen im Zeitalter der Demokratie. Volkwin Marg, Akademie-Mitglied und Gründungspartner von gmp, Architekten von Gerkan, Marg und Partner, entwickelt mit dem Architekturhistoriker Gert Kähler und Michael Kuhn (gmp) eine Übersicht der kulturhistorischen und medienpolitischen Implikationen des modernen Stadionbaus.

Die Kuratoren stellen das Stadion in den Kontext der gesellschaftlichen und politischen Zusammenhänge in der Antike, im Nationalsozialismus und in der demokratischen Nachkriegszeit. Die gewählten Beispiele zeigen, dass Stadien immer auch als bauliche Reflexion einer bestehenden sozialen Organisation zu sehen sind. In der Gegenüberstellung zweier Sportanlagen wird die Gegensätzlichkeit der Inszenierung von Sportveranstaltungen in ganz besonderem Maße ablesbar. Auf der einen Seite das Reichssportfeld für die Olympischen Spiele 1936 in Berlin, Inbegriff einer vollständigen Vereinnahmung von Sport durch ein totalitäres Regime – auf der anderen Seite das programmatische Gegenstück: das Olympiastadion für die heiteren Spiele einer Demokratie, wie es in München 1972 gebaut wurde.

In Installationen aus Texten, Bildern und Originaltönen werden drei historische Themen behandelt: Sport in der Antike, Turnen und Sport im 19. Jahrhundert und Sport – am Beispiel der neuen Olympischen Spiele – im 20. Jahrhundert. Hinzu kommen drei Themenfelder, die sich mit den gesellschaftlichen Zusammenhängen im Sport heute befassen: Sport und Politik, Sport und Kommerz sowie Sport, Fans und Hooligans.

Nationalstadion in Warschau
Nationalstadion in Warschau, gmp Architekten, Foto: Heide Wessely

Begleitprogramm:

5. Juni 2012, 18 Uhr, Ausstellungseröffnung
Es sprechen: Klaus Staeck, Präsident der Akademie der Künste, Bernd Neumann, MdB, Staatsminister für Kultur und Medien, Volkwin Marg, Mitglied der Sektion Baukunst, Kurator

5. Juni 2012, 19 Uhr, 45. Akademie-Gespräch
Donata Valentien im Gespräch mit Gunter Gebauer, Ehrhart Körting, Volkwin Marg, Moritz Rinke und Klaus Staeck
Eintritt frei

12. Juni 2012, 19 Uhr, Vortrag Volkwin Marg
Architekten von Gerkan, Marg und Partner,
Kurator der Ausstellung
Eintritt EUR 5/3

29. Juni 2012, 19 Uhr, "Expression und Konstruktion"
Vortrag von Hubert Nienhoff, Architekten von Gerkan, Marg und Partner und Knut Göppert, schlaich, bergermann und partner
Eintritt EUR 5/3

Halbzeit! - Programm für Kinder und Jugendliche
Ausstellungsführungen, Werkstätten, Spiele, Gespräche


Begleitende Publikation zur der Ausstellung:
Choreographie der Massen. 
Im Sport. Im Stadion. Im Rausch.
Mit einem Vorwort von Klaus Staeck und einer Einleitung von Volkwin Marg,
Gert Kähler und Michael Kuhn.
Herausgegeben von Volkwin Marg für die Akademie der Künste, Berlin.
Jovis Verlag, Berlin 2012, 256 Seiten, ca. 300 Farb- und sw-Abbildungen, 32 Euro


Akademie der Künste Berlin
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 11–20 Uhr
Führungen: Mittwoch 18 Uhr, Sonntag 11.30 Uhr
Der Eintritt ist frei.

www.adk.de
www.choreographie-der-massen.de

Sitzreihen, Nationalstadion Warschau, gmp Architekten, Foto: Heide Wessely
Sitzreihen, Nationalstadion Warschau, gmp Architekten, Foto: Heide Wessely
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