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Dämmung in Zeiten ökologischen Bewusstseins: Projektbeispiele mit Holzfaserdämmung

Das im Dreiländereck von Deutschland, der Schweiz und Frankreich beheimatete Unternehmen Gutex bezeichnet sich als Pionier der ökologischen Dämmung in Europa. Seit über 85 Jahren stellt Gutex Dämmstoffe aus Holz her, das aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern in der Nähe des Produktionswerkes stammt. Im Laufe der Zeit hat sich am Rohstoff nichts geändert, es wurden jedoch stetig Verarbeitungstechniken und bauphysikalische Eigenschaften optimiert. Im Ergebnis entstehen Dämmlösungen aus Holzfasern für Fassade, Dach und Innenausbau, deren ökologisches Bewusstsein durch eine Reihe von Umwelt- , Wohngesundheits- und Nachhaltigkeitszertifikaten bestätigt wird.

Holzfassade und Holzfaserdämmung im Dienste von Naturschutzarbeit
Verschiedene Referenzen zeigen die Bandbreite der Einsatzmöglichkeiten auf, die sich insbesondere, aber nicht nur auf den Holzbau konzentrieren. So schufen beispielsweise Braun + Müller Architekten aus Konstanz Ende 2018 ein Multifunktionsgebäude für den Naturschutzbund Deutschland. Dabei sind im NABU-Bodenseezentrum in Konstanz neben Büros auch Ausstellungsflächen, eine Werkstatt für Landschaftspflege sowie ein Wohnbereich für freiwillige Helfer untergebracht. Das Kompetenzzentrum für Naturschutzarbeit besteht aus zwei separaten Gebäuden, deren Fassaden heimisches Tannenholz und Glasflächen prägen. Die Holzbauausführung übernahm das Unternehmen Ettwein Holzbau. Für die hinterlüftete Fassade sowie im Innenausbau wurden dabei ausschließlich Holzfaserdämmstoffe verwendet.

Weimarer Nachverdichtung in Holzbauweise
Bei einem Mehrfamilienhaus in Weimar entschieden sich die ortsansässigen Koop Architekten und Ingenieure für eine Massivholzbauweise sowie vorwiegend ökologische Baustoffe.  Die Holzbauausführung übernahm das Unternehmen Pfeiffer aus Remptendorf. Der Neubau für vier Familien, die seit Januar 2018 auf jeweils rund 120 m2 wohnen, steht auf dem Grundstück eines 1945 zerstörten, 3-geschossigen Gebäudes mit Turm. Die kubische Struktur mit heterogenen Fassadenverkleidungen übersetzt das Denkmalensemble Südstadt in eine zeitgenössische Architektursprache. Die Jury des Thüringer Staatspreises für Ingenieurleistungen, die dem Objekt im Jahr 2017 den Sonderpreis Holzbau zuschrieb, urteilte dazu: »Nicht nur alle tragenden und aussteifenden Teile sind aus Holz, auch die eingebrachte Dämmung besteht folglich aus ökologischer Holzfaserdämmung. Nachhaltigkeit und Ökologie werden bei diesem Baukörper konsequent umgesetzt. Durch die außenliegende Putzfassade fügt sich der kubische Neubau, aufgelöst durch auskragende Vorsprünge, harmonisch in die Gemengelage ein.«

Holzfaserdämmung für Umbau und Bestandssanierung
Zwei Projekte in Berlin und im Südschwarzwald zeigen das Potenzial der Holzfaserdämmung in Bestandsprojekten auf. Zum einen kam bei der ökologischen Dachsanierung eines Berliner Gründerzeitbaus die Holzfaserdämmung Einsatz. Das sogenannte Berliner Dach, eine Abwandlung des Pultdachs, stellt mit seinen seitlichen Steilabschrägungen zwischen flachgeneigten Dachflächen eine Herausforderung für Planer und Handwerker dar. Um das bisher unbelüftete Flachdach im Berliner Projekt nutzbar zu machen, wurde die Dachsanierung mit feuchtevariabler Dampfbremse und ökologischen Holzfaser-Einblasdämmstoffen im Gefach, im Zusammenspiel mit einer PIR-Dämmung als brandschutzgerechten Abschluss, umgesetzt. So konnte ein vom Bauherrn geforderter, ökologischer und gleichzeitig bauphysikalisch robuster Dachaufbau realisiert werden.

Beim Umbau eines Gasthauses zu einem Gesundheitszentrum im süddeutschen Witznau stand das Ziel eines gesunden Raumklimas an oberster Stelle. Zudem sollte die Ansicht der historischen Fassade sowie der Dachbalkenkonstruktion im Inneren möglichst erhalten bleiben. Hierbei kam das RAL-zertifizierte Innendämmsystem von Gutex zum Einsatz. Dabei wird der Wärmedurchgang durch die Außenwand bereits auf der Raumseite gebremst und somit die Gefahr von Tauwasserbildung im Mauerwerk eliminiert. Für die Dämmung des Daches sowie der Böden wurden zudem Holzfaserdämmstoffe als Plattenwaren und als Einblasdämmstoff verwendet.

Holzfasergedämmte Mikroarchitektur
Selbst in Kleinstbauprojekten lässt sich das ökologische Dämmmaterial integrieren, wie das Projekt Tiny House in Berlin von Isabelle Tellié beweist. Hier kamen Holzfaserdämmstoffe beim Dach, Boden und der Decke zum Einsatz. Die Berliner Künstlerin, die sich in ihrer Arbeit an der Schnittstelle von innovativer Technologie, Skulptur und Konstruktion bewegt, übernahm den Entwurf und Ausbau ihres eigenen, 16 m2 großen Mikroapartments. Im Ergebnis entstand ein skulpturaler Holzbau von 6 x 2,5 x 4 m, der nach eigenen Angaben auf höchstem technologischem Niveau, bei nachhaltiger Bauweise und mit nur geringen Kosten umgesetzt ist. Dazu ist der Minimalwohnraum auf einem dem Schiffsbau entlehnten, fahrbaren Gestell montiert, sodass ein weiterer Aspekt zeitgenössischen urbanen Lebens, die Mobilität, berücksichtigt werden konnte.  


Auf der BAU 2019 wird das Unternehmen Gutex sein Repertoire an Dämmstoffen und Systemlösungen präsentieren. Dazu gehört auch beispielsweise die Unterdeckplatte Ultratherm, die mit ihrer Nut-und-Feder-Verbindung eine fugenfreie Verlegung für eine durchgehende Dachebene zulässt. Durch die Geometrie des patentierten Kantenprofils, verspricht der Hersteller besonders hohen Witterungsschutz. Ein weiteres Thema auf der Messe wird der Brandschutz sein sowie die Möglichkeit des Einsatzes von Holzweichfaserdämmstoffen im mehrgeschossigen Holzbau. Zu finden ist der Auftritt von Gutex in Halle B5, Stand 302.

www.gutex.de

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