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Geriatriezentrum Donaustadt in Wien von Delugan Meissl

Delugan Meissl gewinnt zwei Wiener Wettbewerbe

Die Architekten von Delugan Meissl konnten in den letzten Tagen gleich zwei EU-weit ausgeschriebene Wettbewerbe in ihrer Heimatstadt Wien für sich entscheiden: zum einen die Unternehmenszentrale Bestattung Wien GmbH und der Friedhöfe Wien GmbH am Zentralfriedhof und zum anderen das Geriatriezentrum Donaustadt.

Geriatriezentrum Donaustadt

Der Wettbewerb und der Auslober, die Direktion der Wohn- und Pflegehäuser der Stadt Wien, suchten nach baulichen Lösungen für die Generalsanierung und Erweiterung des Geriatriezentrums Donaustadt. Im 11.600 Quadratmeter umfassenden Neubau sollen Langzeitbeatmete und Wachkomapatienen untergebracht werden.

Die Jury unter dem Vorsitz des Architekten Helmut Wimmer erklärte Delugan Meissl einstimmig zum Sieger. Daneben hatten noch 24 weitere Architektenteams Arbeiten eingereicht.

Das Planungskonzept zur Erweiterung des Geriatriezentrums Donaustadt umfasst neben der ursprünglichen Bauaufgabe eine Neuordnung städtebaulicher Gegebenheiten. Daneben soll die Nutzungs- und Aufenthaltsqualität der umliegenden Straßen- und Freiräume gesteigert werden. Gediegenheit und Klarheit der äußeren Erscheinung setzen sich, laut der Projektbeschreibung der Architekten, mittels einer durchgängigen Anwendung der charakteristischen Materialität im Inneren des Neubaus fort. Die Schichtung von teils beweglichen Holz-, Glas- und Textilelementen in Form umlaufender Loggienbereiche an den Fassaden erfolgte unter Berücksichtigung einer möglichst kostenoptimierten Energiebilanz. Die individuelle Bespielung dieser Raumzonen soll zu einer ablesbaren Veränderbarkeit der Fassaden von außen führen.

Der Leitgedanke, eine Identität stiftende Architektur zu schaffen, zieht sich auch in die Außenraumgestaltung der privaten Grünzonen. Es soll hier ein differenziertes Freiraumangebot bestehend aus Terrassen, vielfältig bepflanzten Gartenzonen mit abwechslungsreicher Möblierung und Durchwegung entstehen.

Bezug nehmend auf die öffentliche Verkehrsanbindung fungiert ein zentraler, repräsentativer Eingangsbereich als Servicezentrum und Verteiler für die neuen Spitalbereiche. Das Foyer ebenso wie die belebte Fassade fungiert als Bindeglied zwischen der Zurückgezogenheit des Geriatriealltags und dem umgebenden Stadtleben.

Der Direktor der Wohn- und Pflegehäuser der Stadt Wien Dr. Roland Paukner bezeichnete das Projekt als architektonisch und funktionell höchst interessant und innovativ. Das Siegerprojekt werde einen neuen Qualitätsstandard für alle Bewohner bieten, der europaweit seinesgleichen suchen.

Unternehmenszentrale Bestattung Wien

Der neue Hauptsitz der Bestattung Wien GmbH und der Friedhöfe Wien GmbH soll an der Simmeringer Hauptstrasse, direkt gegenüber des Tors 2 des Zentralfriedhofs entstehen. Der Neubau soll sich durch Form und Material als spannungsvolle Ergänzung in das bestehende Ensemble einfügen. Transparenz und Durchlässigkeit der Sockelzone sollen für eine kontinuierliche visuelle Verbindung zwischen den drei prägnanten Friedhofsbauten – Tor 2 im Süden, Feuerhalle im Nord-Westen und dem Neubau dazwischen – sorgen.

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