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Der Wettbewerb als Inspirationsquelle: ein Gespräch mit Nicola Ende

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Als Projektmanagerin für Architektur-Kommunikation bei Velux Deutschland ist Nicola Ende unter anderem für den Velux Architekten-Wettbewerb verantwortlich. Wir sprachen mit ihr über die Hintergründe und Motive des Unternehmens, Architektur auf diese Weise zu fördern.

Projektmanagerin Velux Architekten-Wettbewerb Nicola Ende

Seit wann kommt das Engagement von Velux in Hinblick auf beispielhafte und tageslichtorientierte Architektur zum Tragen – und warum sieht man im Unternehmen darin eine notwendige Positionierung?

Nicola Ende: Angefangen hat alles mit unserem Firmengründer Villum Kann Rasmussen. Er wollte mit der Erfindung des Dachfensters Tageslicht, frische Luft und Lebensqualität unter das Schrägdach bringen und dunkle, ungenutzte Dachböden in offene, lichtdurchflutete Lebensräume verwandeln. Dieses Ziel spiegelt sich auch im Namen Velux wider, der eine Zusammensetzung aus „Ventilation“ für Belüftung und „Lux“ für Licht ist. Darüber hinaus steigert eine anspruchsvolle Tageslichtarchitektur die räumliche Qualität eines Gebäudes und leistet einen Beitrag zu dessen Energieeffizienz. Aus diesem Grund engagiert sich Velux für den bewussten Einsatz von Tageslicht in der Architektur. Wir wollen die Entwicklung nachhaltiger, energieeffizienter Gebäude fördern, die ihren Bewohnern und Nutzern ein gesünderes und komfortableres Leben ermöglicht, ohne das Klima zu beeinträchtigen. Die Suche und Prämierung von intelligenten Konzepten für Licht- und Luft im Rahmen des Velux Architekten-Wettbewerb ist ein Teil dieses Engagements.

Velux Architekten-Wettbewerb, Gewinner 2013: Haus von Philippe Frey

Jährlich werden im Velux Architekten-Wettbewerb beispielhafte Bauten, hochwertige Architektur, prämiert. Doch worin liegt der konkrete Nutzen des Wettbewerbs für das Unternehmen?

Nicola Ende: Mit dem Velux Architekten-Wettbewerb möchten wir einerseits die Zusammenarbeit und den Dialog mit den einzelnen Architekten stärken und unsere Beziehungen zu den zugehörigen Architekturbüros ausbauen. Vor allem aber setzt der Wettbewerb mit seiner Vielzahl an technisch und gestalterisch hochwertigen Projekten Qualitätsmaßstäbe für das Bauen mit Velux Produkten. Die nominierten und ausgezeichneten Arbeiten zeigen deutlich, welchen Einfluss der bewusste Einsatz von Tageslicht und natürlicher Belüftung auf die Verbesserung der Lebensqualität hat und tragen dadurch dazu bei, Architekten aber auch Bauherrn zum kreativen Umgang mit den Themen Licht und Luft anzuregen. Auch für uns sind die eingereichten Arbeiten im Rahmen des Velux Architekten-Wettbewerb, aber auch von anderen Velux-Wettbewerben, wie beispielsweise dem studentischen International Velux Award (IVA) oder dem zu unserem LichtAktiv Haus, ein Pool an Ideen zum Umgang mit Tageslicht, die uns regelmäßig als Inspiration dienen.

Zweiter und Sonderpreis beim Velux Architekten-Wettbewerb 2013: energy+ home von Tichelmann & Barillas

Zahlreiche von der Bauindustrie initiierte Architekturwettbewerbe sind in den vergangenen Jahren entstanden. Was sind die Besonderheiten des Velux Architekten-Wettbewerbs?

Nicola Ende: Zwei Dinge sind hier besonders hervorzuheben. Das ist zum einen die Durchführung des Wettbewerbs in zwei Phasen – denn nach der Sichtung der eingereichten Arbeiten und der Nominierung von bis zu fünf herausragenden Projekten durch eine Fachjury aus Architekten und Medienvertretern haben anschließend die rund zwei Millionen Leser des Bauherrenmagazins „Wohnglück“ die Wahl und stimmen über die drei Preisträger ab. Zum zweiten ist es die hohe Medienpräsenz, von der alle ausgezeichneten Projekte über das Preisgeld hinaus profitieren. Dies beinhaltet nicht nur die Präsentation der nominierten Projekte im Bauherrenmagazin „Wohnglück“ sowie eine Dokumentationsbroschüre und die umfassende Vorstellung aller Preisträger und nominierten Arbeiten im Architektur-Fachmagazin „DETAIL“, sondern auch weitere Veröffentlichungen in der Fach- und Publikumspresse. Darüber hinaus hat der Gewinner des ersten Preises die Möglichkeit, in einer exklusiven Velux-Anzeigenkampagne das Gewinnerprojekt zu präsentieren und so in namhaften Architekturtiteln auf besondere Art und Weise präsent zu sein.

Dritter Preis beim Velux Architekten-Wettbewerb 2013: vom Stall zum Studio von mo.studio

Welchen Stellenwert hat die Förderung junger Architekturtalente im internationalen Unternehmen Velux, z.B. durch Maßnahmen wie den IVA, den International Velux Award?

Nicola Ende: Einen sehr hohen. Wir haben bereits 1999 mit dem Velux Attic Award einen deutschlandweiten Wettbewerb für Architektur- und Ingenieurstudenten ausgelobt, um dem Nachwuchs die Möglichkeit zu bieten, sich mit innovativen Entwürfen zu den Themen Licht und Luft zu profilieren und gleichzeitig einen praxisnahen Beitrag zur zeitgemäßen Wohnungsarchitektur zu leisten. Dieser wurde 2004 vom International Velux Award (IVA) abgelöst, den wir aktuell bereits zum sechsten Mal ausloben. Mit dem IVA bieten wir Studierenden auf der ganzen Welt eine Plattform, die den Austausch ermöglicht und den Architektur-Nachwuchs dazu anregen soll, das Thema Tageslicht in seinem weitesten Sinne zu erforschen und dadurch ein tieferes Verständnis für diese spezifische und immer relevantere Quelle von Licht und Energie zu gewinnen.

Frau Ende, vielen Dank für das Gespräch!

Das Interview führte Tim Westphal.

Weitere Informationen:
Alle Preisträger des Velux Architekten-Wettbewerbs 2013
Zur Auslobung des Velux Architekten-Wettbewerbs 2014

Gewinner des Velux Architekten-Wettbewerbs 2012: Kirche in Platendorf von Ulrich Arndt
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