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Deutsche Architekten von Euro-Krise zumeist verschont

Im Unterschied zu europäischen Kollegen fühlt sich in Deutschland nur ein Drittel der Architekten durch die wirtschaftliche und politische Misere betroffen. Das geht aus dem europäischen Architektenbarometer der Agentur Arch-Vision für das dritte Quartal 2011 hervor, zu dem 1.200 Architekten in sechs europäischen Ländern befragt wurden.

In Spanien, Italien und den Niederlanden haben Architekten in der Krise besonders unter Auftragsschwund gelitten. In diesen Ländern geht auch weiterhin die Furcht vor einer Fortsetzung des Trends zu weniger Aufträgen um - niederländische (29 %), spanische (54 %) und italienische Planer (61 %) erklärten Auftragsmangel zur allerbedrohlichsten Gefahr.

Deutsche Architekten von Euro-Krise zumeist verschont
Quelle: Arch-Vision

Gleichzeitig haben Architekten in all diesen Ländern ihre eigene Sichtweise auf mögliche künftige Chancen in den nächsten 12 Monaten: Die spanischen Architekten sind der Ansicht, dass sich in neuen Sektoren neue Möglichkeiten auftun könnten, während italienische Architekten nur dann Auftrieb im Bausektor erwarten, wenn die Regierung Impulse gibt.

Für 42 % der französischen Architekten war die Krise gleichbedeutend mit weniger Aufträgen. Für die Zukunft werden nur noch von knapp 30 % Preiskämpfe auf dem Markt als stärkste Bedrohung gesehen, aber ein ähnlich großer Anteil kann überhaupt keine Chancen in den kommenden Monaten erkennen. 

Britische Architekten, die krisenbedingt unter weniger und zunehmend kleineren Aufträgen leiden, betrachten kleinere Aufträge auch in den kommenden Monaten als größte Bedrohung (41 %). Bei ihnen gelten Modernisierungsprojekte als die größte Chance (51 %).

Wirtschaftsrückgang bei Architekten
Quelle: Arch-Vision

Bei zwei Dritteln der deutschen Architekten verursacht der Wirtschaftsrückgang keinerlei Folgen für das Unternehmen. Dies erklärt auch zum großen Teil, warum 38 % der Architekten keine Bedrohung erkennen können und warum 28 % in diesem Jahr keine neuen Möglichkeiten sehen.

Für das europäische Architektenbarometer befragt Arch-Vision vier Mal im Jahr 1.200 Architekten in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Großbritannien und den Niederlanden.

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