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ALA Architects, Oodi, Helsinki, Bibliothek

Die Öffentlichkeit aktivieren: Detail-Preis für die Zentralbibliothek Oodi in Helsinki

Ausstellungen und Kino, Musikstudios und Maker Spaces: Die neue Zentralbibliothek Oodi in Helsinki bietet weit mehr als Bücher. Das große Gebäude am Kansalaistori-Platz im Zentrum der finnischen Hauptstadt wurde 2018 fertiggestellt und ist heute ein beliebter Treffpunkt für die Öffentlichkeit. Die eigentliche Bibliothek befindet sich im Dachgeschoss, dessen durchgehende Glasfassaden den Blick über die finnische Hauptstadt freigeben. Das Freihandarchiv der Bibliothek ist vergleichsweise klein, weil die meisten Medien online gelesen oder gestreamt werden können. Für den Entwurf des außerordentlichen Bibliotheksgebäudes erhält das finnische Büro ALA Architects den Detail Preis 2020.

Komplexer Nutzungsmix
„Das vorwiegend immaterielle Medienarchiv gab uns die Möglichkeit zu flexibleren und multifunktionalen Räumen“, mein Antti Nousjoki, Partner bei ALA Architects in Helsinki. Das Architektenteam differenzierte die drei Geschosse des Gebäudes nach Nutzungsoptionen. Das Erdgeschoss mit seinem großzügigen durchgängigen Raum dient der öffentlichen Interaktion. Im zweiten Geschoss des Gebäudes finden Maker Spaces, Musikstudios und die öffentliche Küche Platz – alles Funktionen, die lärmintensiv sind. Im Obergeschoss ist die eigentliche Bibliothek angesiedelt. „Wir wollten einen fließenden offenen Gemeinschaftsraum unter einem großen Himmelsdach schaffen, zusätzlich kam noch die vorgelagerte Panoramaterrasse hinzu“, so Samuli Woolston. Die Decke des großzügigen Raums ist akustisch ertüchtigt, Büchertreppen und Sitzgelegenheiten laden Jung und Alt zum Lesen, Streamen und Verweilen ein.

Orte der Gemeinschaft
Wie kaum ein anderes öffentliches Gebäude ist die Oodi Zentralbibliothek als ein Ort der Gemeinschaft konzipiert. Hier finden öffentliche Workshops und Tanzkurse statt, In den Game-Räumen tummeln sich an Nachmittagen Schulkinder und im Erdgeschoss sind Wechselausstellungen zu sehen. „Traditionelle Bibliotheksgebäude sind entweder große Behälter für Bücher oder Tempel mit Säulen und Treppen. In unserem Fall gab es bereits einen Tempel der Macht als Nachbarn, das Parlamentsgebäude mit seiner Kolonnade. Anstatt den Status der Bibliothek also in ähnlicher Form zu manifestieren, wollten wir das Gebäude öffnen und die Menschen hineinziehen“, so Juho Grünholm, Partner bei ALA Architects.

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Eine ausführliche Print-Dokumentation finden Sie in unserer Ausgabe DETAIL 1-2/2021 mit dem Themenschwerpunkt “Dächer“.

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