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Die Transformation der Landschaft – Architekturdialoge in Berlin

Vergangenen Dienstag, den 08.05.2012 begegneten sich der Berliner Künstler und Architekt Martin Kaltwasser und die französische Kuratorin Elsa de Smet in der Berliner BDA-Galerie, um im Dialog persönliche Standpunkte zu Architektur und Landschaft zu vergleichen.

Kaltwasser
Elsa de Smet und Martin Kaltwasser im Dialog

Martin Kaltwasser (*1965) studierte Malerei an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg und Architektur an der Technischen Hochschule Berlin. Gemeinsam mit Folke Köbberling realisiert er Kunstprojekte aus Restmaterialien städtischer Baustellen und demonstriert somit die kritische Sicht auf die Wegwerfgesellschaft und die eigene Partizipation an Stadtentwicklungsprozessen.

Elsa de Smet (*1985) studierte an der Ecole du Louvre und an der Sorbonne Kunstgeschichte. Sie ist als Kuratorin spezialisiert auf zeitgenössische Kunst und beschäftigt sich mit Lesarten moderner Kunst.

De Smets letztes Ausstellungsprojekt lief unter dem Titel „Länder: Polysémie du paysage“. Die Ausstellung zeigte Werke junger französischer Künstler, die sich mit der Idee des Landschaftsbegriffs auseinandersetzten. Der grundsätzliche Gedanke war die Entwicklung und Entstehung von Landschaft durch die persönliche, subjektive Sicht des Betrachters. Folglich die Definition von Landschaft durch den Menschen. Die Künstler der Ausstellung gingen in erster Linie passiv mit dem Thema um, hielten Landschaften auf Fotografien, Videos und Bildern fest.

de Smet

Martin Kaltwasser hingegen nimmt mit seinen großformatigen Kunstwerken und Installationen aktiv Einfluss auf die Landschaft. In seiner kritischen Auseinandersetzung mit der Konsumgesellschaft kreiert er bauliche Interventionen, künstlerische Statements, Aktionen und Theorien. Aber nicht nur die Landschaft im klassischen Sinn wird von ihm verändert und geformt, auch die Stadtlandschaft wird durch seine Werke transformiert. So bezieht er sich in seinem kreativen Schaffen auch auf verschiedene architektonische Themen, wie die Idee des informellen Bauens oder Aspekte der urbanen Kulturtechnik.

Obwohl die beiden Dialogpartner ganz verschiedene Herangehensweisen an das Thema haben, besitzen sie dennoch den selben Kerngedanken: die Transformation der Landschaft durch den Menschen. Besprochen wurde die veränderte Wahrnehmung der Landschaft im Wandel der Zeit, wie die romantische Betrachtungsweise im 19.Jahrhundert, oder der Ausblick durch das Fenster eines fahrenden Autos. Auch die unterschiedlichen Perspektiven aus künstlerischer und architektonischer Sicht wurden diskutiert. Während die Architektur mit vielen verschiedenen Aspekten arbeitet, muss sich der Künstler nicht auf Funktionen berufen, er hat mehr Raum für Reflexion.

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