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Holzbau-Atlas, proHolz, Hermann Kaufmann

Die Zeiten des Schubladendenkens im Holzbau sind vorbei

Holzbau bietet viele Vorteile: Es ist ein ökologischer, nachwachsender Baustoff, es ist leicht, gut zu verarbeiten und zu transportieren. Holzkonstruktionen lassen sich in hohem Maße vorfertigen, dies garantiert Präzision und schnelle Realisierungszeiten, Haptik und Optik werden allgemein hoch geschätzt. Neu ist die Loslösung von der bislang recht eng gefassten Einteilung in Holzrahmen-, Holzskelett- und Holzmassivbau: »Die Zeiten des Schubladendenkens im Holzbau sind vorbei« erläutert Hermann Kaufmann: »Der moderne Holz-Hybridbau vereint die positiven Eigenschaften aus Massiv- und Holzbau, wodurch völlig neue Dimensionen erreicht werden, wie die zahlreichen Projektbeispiele im Atlas belegen.«

Architekt Rolf Mühlethaler aus Bern präsentierte die Möglichkeiten des mehrgeschossigen Wohnungsbaus am Beispiel sechsgeschossiger Zeilenbauten auf dem Areal des Zollfreilagers in Zürich. Entwurfsprägend ist hier die Wiederholung gleicher Elemente, die sowohl dem Wohnungs- als auch dem Holzbau entgegenkommt: »Der Rhythmus bestimmt die Gestalt und ist zugleich Grundlage für die Wirtschaftlichkeit des Projekts. Der Holzbau verlangt eine strenge Ordnung, die generell die Grundvoraussetzung ist, damit Architektur gelingt. Durch Vorfertigung und Fügen ergänzen sich die Teile zum Ganzen, das Ganze ist Ergebnis seiner Teile.«

Während in der Schweiz der Holzbau seit jeher verortet ist, klingt bei Architekt Bruno Mader aus Paris, der einen fünfgeschossigen repräsentativen Verwaltungsbau für das Landesamt in Clermont-Ferrand vorstellt, anfängliche Skepsis durch: »Wir haben uns gefragt, ob eine Holzfassade überhaupt in die Stadt passt. Wir haben es ausprobiert und es funktioniert: Das Holz schafft ein ›Feeling of nature‹ im urbanen Kontext.« und das Projekt wurde zum Vorzeigebeispiel für nachhaltiges Bauen in der Region.

Architektin Nicole Kerstin Berganski aus Frankfurt bringt abschließend auf den Punkt, was für jegliche Architektur elementar ist: »Die einzig wahre Bauweise gibt es nicht: Man muss bei jeder neuen Bauaufgabe hinterfragen, welche Bauweise für dieses Projekt die geeignetste ist.«. Aber – und das gilt für den Holzbau ganz besonders – »hinter einem gelungenen Gebäude steht immer ein Team aller am Projekt Beteiligten, die an einem Strang gezogen haben.«, was eindrücklich der temporäre Holz-Modulbau der Europäischen Schule in Frankfurt beweist, die in nur acht Monaten vom Büro NKBAK realisiert wurde.

Den Atlas Mehrgeschossiger Holzbau können Sie in unserem Shop erwerben.

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