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Boku Wien, SWAP Architekten, Foto: Herta Hurnaus

Digitalisierter Holzbau: Boku Wien von SWAP Architekten

Das neue Bibliotheks- und Seminarzentrum von ARGE SWAP Architekten und DELTA ergänzt die Gebäude der Universität für Bodenkultur in Wien-Döbling. Das denkmalgeschützte Hauptgebäude aus dem Jahre 1896 wurde bis 2016 saniert und 2018 um einen Neubau von Baumschlager Hutter Partners erweitert. Nun kommt ein Solitär in Holzbauweise hinzu. 

Die Holzfassaden des Institutsgebäudes mit rund 3000 m2 Fläche sind unbehandelt. Das viergeschossige Volumen besteht aus vorgefertigten Brettschichtholzelementen konstruiert, Sockel und Treppenhaus sind in Stahlbeton ausgeführt. Die Rasterung der Fassade wird im Inneren der Eingangsebene und der Bibliothek in der Deckenkonstruktion fortgeführt und verleiht dem Bau einen eigenständigen Charakter. Die Tragstruktur wird zum Gestaltungselement. Über raumhohe Verglasungen treten die Innenräume mit der Umgebung in Dialog. Durch das Öffnen einzelner Glaselemente kann je nach Jahreszeit die Terrasse als Treffpunkt für Studierende genutzt werden 

Das offen gehaltene Eingangsgeschoss dient als Anlaufstelle für Studierende und Lehrende, hier finden sich auch ein Mensashop sowie ein Food-Coop. Das Raumprogramm auf einer Nutzfläche umfasst zehn Seminarräume für 500 Studierende, eine Bibliothek mit 100 Leseplätzen und 40 Institutsräume. In den beiden unteren Geschossen befinden sich die größeren Seminarräume, zwei davon können zusammengelegt werden und bilden zusammen mit dem Foyer einen Saal für Veranstaltungen. 

In den obersten Geschossen liegen Institutsräume, die über je einen Besprechungsraum und eine Teeküche verfügen. Die Lernplätze in der Bibliothek orientieren sich wie die darunter liegenden Seminarräume nach Nordosten ins Grüne mit wertvollem Baumbestand. Das Material Holz und der hohe Tageslichtanteil tragen zu einer freundlichen Lern- und Arbeitsumgebung bei. 

Geheizt wird über Fernwärme, die Wärmerückgewinnung der Lüftungssysteme wird zur Unterstützung der Heizung genutzt. In der ökologischen Gesamtbewertung wird durch die Kombination des hohen Energiestandards der Gebäudehülle und der hocheffizienten Ausführung der Haustechnik Niedrigstenergiegebäudestandard erreicht. Das Gebäude wurde mit 965 von 1000 möglichen Punkten mit dem österreichischen Qualitätszeichen klimaaktiv Gold ausgezeichnet. 

Ein begleitendes Monitoring der Holzbauteile lieferte laufend Daten: In die vorgefertigten Holzbauteile wurden Sensoren eingesetzt, die während des Transports und während der Bauphase über ein Trackingtool Informationen über die aktuellen Temperaturen und die Feuchtigkeitswerte übermittelten. 

Weitere Informationen:

Generalplaner: DELTA
Holzbau: Lieb Bau Weiz
Tischler: Gleichweit
 
Produkte:
Brettsperrholz: Stora Enso

Software: 
Eva Rapid Layouting 
IVAN Virtual Reality
Revit BIM 
CLT360+ / Stora Enso Firmware

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