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Drei Passivhäuser in einem

Neubauten von Kindergärten und Schulen erreichen besonders häufig höchste Energieeffizienz und vorbildliche ökologische Eigenschaften. Zum einen haben hier die Kirchen oder die öffentliche Hand als Bauherr einen direkten Einfluss auf die Baugestaltung, zum anderen soll den Kindern der Klimaschutz „von klein auf“ nahegebracht werden. Ein Beispiel ist der erste Passivhaus-Kindergarten in Deutschlands inoffizieller Solarhauptstadt Freiburg.

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Foto: Markus Betz

Nachdem der Kindergarten der Gemeinde St. Peter und Paul in Freiburg 2006 einem Brand zum Opfer gefallen war, hatte die Gemeinde einen Neubau im Passivhaus-Standard beschlossen. Der Freiburger Architekt Markus Betz entwarf den Neubau als drei Häuser in einem. Die Dachlandschaft mit ihrem Auf und Ab sowie die rote, holzverkleidete Fassade mit ihren Vor- und Rücksprüngen deutet eine Dreiteilung an, die auch gebäudetechnisch vorhanden ist: Jeder der drei Gebäudeabschnitte erhielt eine eigene Lüftungsanlage, zwei von ihnen einen eigenen Stahlbetonkern. Die restliche Baukonstruktion wurde in Holzrahmenbauweise und mit Brettstapeldecken erstellt. Eine konstruktive Besonderheit ist das Dachtragwerk: Es wurde als beweglicher Stabzug ausgelegt, der nur an zwei Stellen horizontal gehalten wird. Die 40 cm hohen Brettschichtholzrippen ermöglichen zum einen Spannweiten von bis zu sieben Metern, andererseits reicht ihre Konstruktionshöhe aus, um durch eine Verfüllung der Zwischenräume mit Zellulose auf den passivhaustypischen U-Wert von 0,12 W/m2K zu kommen. Da auch die Außenwände mit 0,10 W/m2K und die Fenster mit 0,81 W/m2K sehr gute Dämmwerte erreichen, kommt das Gebäude als Ganzes auf einen Heizenergiebedarf von 10,0 Watt je Quadratmeter Fläche und Jahr.

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Foto: Markus Betz

Optisch herausgehoben durch rote Leibungen aus Faserzement sind die dreifach verglasten Fenster. Sie erhielten eine Stufenverglasung, so dass die Holzflügel nicht von außen bewittert werden. Die Holzrahmen sind in die Leibung integriert.

 

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