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Ateliergebäude, Basel, Schweiz, Alma Maki, Foto: Alma Maki

Duett aus Alt und Neu: Ateliergebäude von Alma Maki in Basel

Eine Zufallsbekanntschaft aus der Nachbarschaft bescherte dem jungen Architekturbüro Alma Maki aus Basel nicht nur einen Umbauauftrag, sondern auch zusätzliche Büroflächen: Nur wenige Schritte von ihrem bisherigen Bürostandort entfernt stand das zweigeschossige, auf drei Seiten von Brandwänden umgebene Ateliergebäude in einem Hinterhof. Für eine Büronutzung taugte es kaum mehr: Der Dämmstandard war schlecht, es gab wenig Tageslicht und keine Möglichkeit, die beiden Etagen getrennt voneinander zu nutzen.

Der Besitzer des Vorderhauses beauftragte die Architekten mit einer Machbarkeitsstudie für die Sanierung und mögliche Umnutzung. Alma Maki entwarfen daraufhin ein Umbaukonzept, das sogar die potenzielle Nutzung als Einfamilienhaus vorsieht. Eine Küche sowie ein WC mit Dusche sind im Erdgeschoss bereits vorhanden. Im Obergeschoss sind alle Anschlüsse gelegt, um entweder eine Küche oder ein großes Bad nachrüsten zu können. Alternativ lässt sich der derzeitige Großraum im Obergeschoss mittels Trennwänden in drei kleinere Einheiten untergliedern; im Erdgeschoss ist die Teilung in zwei Einzel- oder Doppelbüros möglich. Die Treppe ist nun so angeordnet, dass beide Etagen separat vermietet werden können.

Das Dach haben die Architekten komplett erneuert und dabei um einige Zentimeter angehoben. Drei Oberlichter bringen Tageslicht nun auch in den hinteren Bereich des Obergeschosses – und in die Dusche im EG, die über 9m bis hinauf unters Dach reicht. Eine quer durch das Obergeschoss verlaufende Stützenreihe ist ebenfalls neu, der Rest des Holztragwerks wurde aus dem Bestand übernommen. Zur klareren Differenzierung ließen die Architekten Bestandsbauteile weiß streichen, die neuen Elemente blieben dagegen holzsichtig. Alle Zimmermanns- und Schreinerarbeiten führten Alma Maki selbst aus.

An der neu gedämmten, mit lasierten Dreischichtplatten beplankten Innenhoffassade ist die unregelmäßige Fachwerkstruktur noch ablesbar. Sie bestimmt auch den spannungsvollen Fensterrhythmus, der im Kontrast steht zum gleichmäßigen Achsraster der Dachbinder. Beheizt wird das Haus mit Fernwärme über eine Fußbodenheizung, die die zuvor in den Räumen installierten Radiatoren ersetzt.

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